Das große Kreuz

Am 26. Dezember 1998 sah ich ein sehr eindrückliches Bild. Ich wusste innerlich, dass es für unsere Nation Deutschland galt.

„Alles war schwarz und völlig dunkel. Irgendwo loderten orange Flammen wie ein Höllenfeuer, sie waren gigantisch groß. Nur Schwärze und diese Flammen waren zu sehen.

Dann bemerkte ich weit unter mir Menschenmassen, die sich als große Menge auf einer großen, sehr breiten, ebenen „Bahn“ eintönig in Richtung der Flammen bewegten. Die Menschen schoben sich geradezu vorwärts. Es waren Millionen, sie marschierten stumm und alles wirkte äußerst beklemmend.

Ich bewege mich von meiner Position hin zu den Flammen und sehe, dass die Straße in der gesamten Breite plötzlich abreißt und die Menschen in einen Abgrund stürzen. Dieser Abgrund ist wie ein unsagbar tiefer Schacht, dessen Grund nicht zu erkennen war.

An der Kante zum Abgrund versuchen Leute umzukehren, zurückzukommen, zu schieben, es herrscht Panik, aber die Masse schiebt sich unaufhaltsam und gleichmäßig in den Abgrund hinein.

Ich bewege mich wieder in eine hohe Position oberhalb der Bahn und sehe plötzlich, wie diese Bahn von gewaltigen Erschütterungen bewegt wird, es ist wie Detonationen, wie mächtige Erdbeben. Mitten auf der Bahn scheint es wie eine große Explosion zu geben, der Boden bricht auf und von unten schiebt sich ein unvorstellbar großes, mehrere hundert Meter hohes Kreuz empor. Dieses gigantische Kreuz ist derb, grob, „vierschlächtig“, klobig und wirkt gedrungen.

Am Kreuzsockel sammeln sich große Geröllberge. Diese Geröllhügel, sie sind ganz schwarz, versperren den Weg zum Abgrund, zum züngelnden Feuer. Am Kreuzschaft sind sie hoch aufgetürmt, am Rande der Bahn werden sie flacher und ich sehe, wie Menschen sie überklettern um ihren Weg zum Abgrund fortzusetzen, ansonsten ist die Bewegung der Menschenmasse gestoppt. Alles steht. Es ist dunkel, schwarz mit dem gespenstischen orangen Feuerschein.

Plötzlich beginnt das Kreuz sich im unteren Bereich zu verändern. Leuchtendes Gold taucht – von unten kommend – auf. Der ganze Kreuzschaft verwandelt sich in strahlendes, von innen leuchtendes Gold, das sich langsam, sehr langsam, nach oben ausbreitet. So verwandelt sich das ganze Kreuz in Gold. Auf einmal erkenne ich, dass Jesus an diesem Kreuz hängt und dass auch sein Körper sich völlig in Gold verwandelt.

Nach einer längeren Zeit beginnt das Gold auch unter der wartenden Menschenmenge aufzustrahlen. Es breitet sich hier ebenso aus wie auf dem Kreuz. Goldene Menschen, die ihr Umfeld erleuchten. Das Gold bricht an etlichen Stellen in der großen Menschenmenge auf und greift überall um sich. Überall entstehen goldene Flecken, die größer werden und wachsen.“

Martin Baron