
Karamoja ist eine der Regionen von Uganda in Afrika. Sie befindet sich innerhalb der „Northern Region“ und grenzt an Kenia und den Südsudan. Die Region gilt als eine der ärmsten Gebiete des Landes und wird von bewaffneten Konflikten geplagt.
Dürre und Ernteausfälle haben 2024 zu einer Hungersnot beigetragen. Viele Menschen ernährten sich von Blättern, um am Leben zu bleiben.
Die neueste Entwicklung: Die Regenzeit 2026 ist in Teilen Karamoja massiv ausgefallen. Internationale Behörden berichteten am 24. August 2026, dass bereits mehr als 600.000 Menschen von Nahrungsmittelunsicherheit betroffen sind. Alle neun Distrikte Karamoja wurden inzwischen als Krisengebiete eingestuft.
In einigen Gebieten sind die Ernten nahezu vollständig ausgefallen.
Auch bei der Kinderernährung bleibt die Situation sehr ernst. Aktuell geht man von rund 120.000 mangelernährte Kinder unter fünf Jahren aus; etwa 31.000 davon schwer mangelernährt.
Weitere Infos siehe unten
Während der 21-tägigen Fastenzeit der Aktion „Gott tut Neues“ wollen wir für die Menschen in dieser Region spenden.
Spenden in Deutschland (mit Spendenbescheinigung):
Bankverbindung:
Name: Ntale Hilfsorganisation International eV
Bank: Berliner Sparkasse
IBAN: DE05 1005 00000 191140210
BIC: BELADEBEXXXGemäß Bescheid des Testfinanzamtes 1197 Berlin vom 11.07.2022 ist die Ntale Hilfsorganisation International eV als gemeinnützig anerkannt. Spenden sind im Sinne des Einkommensteuergesetzes steuerlich abzugsfähig.
Das Projekt in Uganda
Die Spenden fließen der „Robert Kayanja Bucket Initiative“ zu, die zahlreiche Familien in Karamoja versorgt.
Es werden Säcke – genannt Elijah’s Meal – einer speziellen, protein- und nährstoffreichen Mischung aus Mehl, Milch-, Soja- und Kalziumpulver, natürlichem Zucker und Vitaminen verteilt, die die Ernährung von über 6.000 Kindern und Erwachsenen sicherstellen.
„Elijah’s Meal“ basiert auf der Geschichte des Propheten Elia in 1. Könige 17. Mitten in einer schweren Hungersnot versorgte Gott Elia und die Witwe von Zarpat auf übernatürliche Weise mit Nahrung.
Der Name steht deshalb für praktische Hilfe in Zeiten des Mangels: eine Mahlzeit, die Hoffnung schenkt, Leben erhält und Menschen zeigt, dass sie nicht vergessen sind.
Zusätzlich bietet das Projekt Hilfe zur Selbsthilfe / Selbstversorgung durch Traktoren, landwirtschaftliche Maschinen und Geräte sowie dürreresistentes Saatgut für den Anbau von Sorghum, Bohnen und Mais.
Weitere Infos siehe unten
Informationen zur „Robert Kayanja Bucket Initiative“ in Englisch
Allgemeine Information zur Situation in Karamoja
Es gibt ein internationales System zur Bewertung von Ernährungsunsicherheit.
Die fünf sog. IPC-Stufen sind:
- Minimal
- Angespannt
- Krise
- Notfall
- Katastrophe/Hungersnot
2024 schwere Hungerkrise
2025 zunächst erkennbare Verbesserung der allgemeinen Ernährungssicherheit, aber weiterhin dramatische Kinder-Mangelernährung
2026 erneute Verschlechterung durch ausgefallene Regenzeit
2024 herrschte in Karamoja eine schwere Hunger- und Ernährungskrise. Im Frühjahr/Sommer 2024 waren rund 600.000 Menschen, also etwa 45 Prozent der Bevölkerung Karamoja, in IPC 3 oder höher eingeordnet. Davon befanden sich etwa 84.000 Menschen bereits in IPC 4 „Emergency“. Zusätzlich waren rund 112.000 Kinder unter fünf Jahren akut mangelernährt und behandlungsbedürftig.
2025 gab es eine gewisse Verbesserung der allgemeinen Nahrungsmittelversorgung. Die Zahl der Menschen in IPC 3 oder höher sank auf rund 442.000. Acht der neun Distrikte blieben allerdings in der Krisenstufe. Beim Ernährungszustand der Kinder sah es dagegen schlechter aus. Die allgemeine akute Mangelernährung stieg von 12,2 Prozent 2024 auf 13,5 Prozent 2025. In den Gebieten Kaabong, Kotido und Moroto erreichte die akute Mangelernährung sogar IPC 4 „Notfall“.
2026 ist die Entwicklung erneut problematisch. Die offizielle IPC-Analyse vom Juni stellte für April bis Juli 2026 rund 473.000 Menschen in IPC 3 oder höher fest. Rund 41.000 davon befanden sich in IPC 4 „Notfall“. Alle neun Distrikte Karamojas wurden wieder als IPC-3-Krisengebiete eingestuft.
Hinzu kommt eine neue Entwicklung: Die Regenzeit 2026 ist in Teilen Karamoja massiv ausgefallen. Das WFP berichtete am 24. August 2026 aufgrund einer aktuellen Schnellbewertung von mehr als 600.000 Menschen, die von Nahrungsmittelunsicherheit betroffen seien – fast der Hälfte der Bevölkerung. Besonders Kotido und Kaabong sind betroffen; dort sind Ernten teilweise nahezu vollständig ausgefallen.
Auch bei der Kinderernährung bleibt die Situation 2026 sehr ernst. Bis Februar 2027 werden rund 122.100 akut mangelernährte Kinder unter fünf Jahren erwartet; etwa 30.600 davon schwer mangelernährt.
Bei den internationalen Hilfen ergibt sich ein gemischtes Bild. Hilfslieferungen und Programme laufen weiterhin, aber sie decken den Bedarf nicht vollständig ab.
Seit April 2026 läuft eine gemeinsame Notfall-Ernährungsaktion von UNICEF und WFP, finanziert über den von OCHA verwalteten Uganda Humanitarian Fund. Dabei werden Kinder untersucht, therapeutische Spezialnahrung verteilt und Behandlungsmöglichkeiten näher an abgelegene Dörfer gebracht.
Sehr konkret sind die Hilfsmaßnahmen seit der Dürre im Sommer 2026 geworden. Die ugandische Regierung hat im Juli eine sechsmonatige Notfallaktion für rund 300.000 Haushalte gestartet und Maismehl sowie Bohnen in alle neun Distrikte Karamoja gebracht. WFP unterstützt zusätzlich in besonders betroffenen Gebieten etwa 30.000 Menschen monatlich mit Geldleistungen zur Ernährung, versorgt rund 221.000 Schulkinder in 284 Schulen täglich mit warmen Mahlzeiten und gibt während der Schulferien Reis, Mungbohnen und angereichertes Pflanzenöl als Familienrationen mit.
UNICEF berichtet im August 2026 ausdrücklich, dass wegen gekürzter Mittel Programme zur Behandlung moderater akuter Mangelernährung bereits in fünf Distrikten Karamoja eingestellt beziehungsweise eingeschränkt wurden.
https://www.ipcinfo.org
https://www.wfp.org/stories/drought-ugandas-karamoja-region-hunger-peaks-el-nino-arrives
https://www.wfp.org
https://www.ipcinfo.org/ipc-country-analysis/details-map/en/c/1164410/?iso3=UGA





















