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Erntet gemäß der Gnade!
Hosea 10,12

Die Ernte hat viele Aspekte. Es gibt unterschiedlichste „Früchte“, die geerntet werden. Sie wachsen in ganz unterschiedlichen Umfeldern heran. In manchen Bereichen können riesige Maschinen eingesetzt werden, in anderen ist blanke Handarbeit gefordert. So ist es auch mit der Ernte im Geistlichen. Jeder von uns muss sich vom Herrn persönlich zeigen lassen, in welchem Erntefeld er eingesetzt ist.

Marianne sandte uns dazu einige Gedanken zu einem Erntethema, das man leicht übersieht, das aber trotzdem bedeutsam ist. Sie war im Sommer mit ihrem Mann und ihrem Vater (86 Jahre) ein paar Tage in der Wildschönau in Österreich.

Im Moment fand dort gerade die „Heuernte“ statt. Viele Berghänge wurden gemäht, das Gras immer wieder gewendet und nach ca. 2-3 Tagen in Reihen zum Aufladen gerichtet – eine sehr mühevolle Arbeit wegen der Schräge der Hänge. Zum Schluss wurde das nicht aufgeladene Heu noch zusammengerecht.

An einem Tag fuhren wir mit der Gondel auf den Berg und sahen unter uns eine ganze Familie von klein bis groß das Heu zusammenrechen. Sie arbeiteten in einer Reihe, nur mit Holzrechen. 
Als wir wieder ins Tal fuhren, saß die ganze Familie beim Essen. Es war so selbstverständlich, dass alle mithalfen!

Dadurch wurde sichtbar, dass die ganze Familie als Erntearbeiter im Einsatz ist und gebraucht wird, egal wie alt – niemand ist zu jung dafür. Auch Kinder gebraucht Gott für Seine Ernte. Das haben wir vor Kurzem von Martin in der Predigt über die Kinder in China gehört (Visionen jenseits des Horizonts). Es hat mich daran erinnert und begeistert. Dafür bete ich, dass Gott noch mehr Kinder (auch in Deutschland) gebraucht für Evangelisationen, Wunder, Heilungen, Bekehrungen usw.

Ja, die Ernte ist reif und es braucht viele Arbeiter!

Weil man in manchen Gebieten (z. B. Gebirge) nicht mit einem großen Fahrzeug ernten kann, ist auch noch Handarbeit gefragt – also jeder und auch einfache Geräte.

An einem Abend flog der Polizei-Hubschauer im Ort und auf den Berg. Wir wunderten uns, was das soll. Am nächsten Tag erfuhren wir, dass ein Koch eines Gasthaus vom Ort bei der „Pilzernte“ war und nicht zurückkam. Er stürzte ab und konnte nur noch tot geborgen werden. Auch so etwas kommt vor. Da wurde mir klar, wie wichtig es ist, nicht alleine unterwegs zu sein und in der Ernte wachsam zu sein.

Dann schreibt Marianne, dass sie in Österreich Schofar geblasen hat. 
Am Schlegeis Stausee im Zillertal: Ich musste an die Predigt: „Wenn der Damm bricht“ denken. Ich habe all die „angestauten Gebete“ im Geist wahrgenommen, die noch nicht erfüllt sind. Ich betete dort, dass sie in Erfüllung kommen. 
Heiliger Geist komm und lass es fließen! Gieße Deinen Geist aus über Österreich, der Schweiz und Deutschland!“

Auf dem Markbachjoch habe ich mit dem Schofar ins Brixental geblasen – sinnbildlich für alle, die noch im „Tal der Entscheidung“ sind, dass sie sich für das Leben mit einem so guten Vater, Seinem Sohn Jesus und dem Heiligen Geist entscheiden.

Marianne