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Dieses Geheimnis ist groß…  
Epheser 5,32

 

Schemini Azeret 
Der Tag der großen Festversammlung

3. Mose 23,36 
Am achten Tag soll für euch eine heilige Versammlung sein, und ihr sollt dem HERRN ein Feueropfer darbringen: Es ist eine Festversammlung, keinerlei Dienstarbeit dürft ihr tun.

Der achte und letzte Tag des Laubhüttenfestes, der Tag der großen Festversammlung, Schemini Azeret, besitzt besondere Bedeutung. Sieben steht für Vollendung, für Abschluss. Acht steht für Neuanfang.

„Azeret“ bedeutet „Festversammlung“, aber auch „anhalten“, „stoppen“. Dieser Tag, mit dem der von Gott verordnete, jährliche Festzyklus seinen Abschluss findet, besitzt eine herausragende Stellung. Die prophetischen Verheißungen durch die von Gott verordneten Feste kommen hiermit zum Ende.

Schemini Azeret ist jedoch nicht das Finale, das durch das Laubhüttenfest gesetzt wird, sondern im Gegenteil, es ist der großartige Neubeginn für das Nächste, das Neue, das Gott „bereitet hat denen, die ihn lieben“. Es ist ein Startschuss.

Nachdem im siebten Monat das siebte Fest bislang sieben Tage gefeiert wurde, geschieht nun mit diesem achten Festtag etwas Neues. Acht ist die Zahl der Ewigkeit, des Neuanfangs, des Beginns auf einem höheren Qualitätslevel. Anders als das siebentägige Passahfest geht das Laubhüttenfest mit Schemini Azeret als dem achten Tag nun auf eine andere, neue und höhere Ebene, auf eine qualitativ neue Stufe.

Sukkot ist das Fest der Vollendung, das Fest der „Sieben“. Doch danach geht es weiter. Schemini Azeret ist der Festtag, der nach den sieben Tagen des siebten Festes folgt. Es ist der Festtag, der auf das hinweist, was nach der irdischen Vollendung kommen wird. Dieser Tag der großen Festversammlung ist der Tag, der den Rahmen der sieben vorangehenden Feste sprengt, der weit über die sieben Feste der Bibel und ihr Geheimnis hinausgeht. Der achte Sukkot-Feiertag ist ein prophetisches Bild für die endgültige himmlische Festversammlung in Gottes Gegenwart, wenn ein neuer Himmel und eine neue Erde geschaffen sein werden, wenn das beginnt, was man landläufig in der Christenheit als „die Ewigkeit“ bezeichnet.

Die Hochzeit

Braut und Bräutigam sind ein bekanntes und immer wieder- kehrendes Bild in der Heiligen Schrift. Die himmlische Festversammlung wird als eine Hochzeit beschrieben:

Matthäus 22,2 
Mit dem Reich der Himmel ist es wie mit einem König, der seinem Sohn die Hochzeit bereitete.

Die Braut ist die Gemeinde der Erlösten aus allen Nationen, Stämmen, Völkern und Sprachen, das himmlische Zion. Der Bräutigam ist Jesus, der erhöhte, verherrlichte König:

2. Korinther 11,2 
… um euch [die Gemeinde] als eine keusche Jungfrau vor den Christus hinzustellen.

Offenbarung 19,6-9 
Und ich hörte etwas wie eine Stimme einer großen Volksmenge und wie ein Rauschen vieler Wasser und wie ein Rollen starker Donner, die sprachen: Halleluja! Denn der Herr, unser Gott, der Allmächtige, hat die Herrschaft angetreten. Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und sein Weib hat sich bereit gemacht. Und ihr wurde gegeben, dass sie sich kleide in feine Leinwand, glänzend, rein; denn die feine Leinwand sind die gerechten Taten der Heiligen … Glückselig, die eingeladen sind zum Hochzeitsmahl des Lammes!

Das hier erwähnte Weib, die Braut des Gottessohnes, ist das himmlische Jerusalem, die Versammlung der Heiligen. Es sind alle, die Jesus als ihren Herrn und Retter persönlich angenommen haben und ihn als Messias akzeptieren, der für ihre Sünden starb. Mit Ihm werden sie nun in Ewigkeit verbunden sein.

Das Wort Gottes spricht bereits ganz zu Beginn der Menschheitsgeschichte, noch im Garten Eden, über das Einswerden von Mann und Frau:

1.Mose 2,24 
Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden zu einem Fleisch werden.

Diese Aussage, die so alt ist wie die Geschichte der Menschheit, wird von Paulus aufgegriffen und als etwas beschrieben, was viel größere Tragweite und Gültigkeit hat, als Menschen es gemeinhin erfassen können. Es ist ein geheimnisvoller und weit reichender Hinweis auf das, was die Erlösten in der Ewigkeit bei Gott erwartet: Eine unvorstellbar innige, intime, persönliche und direkte Liebesbeziehung zu Jesus, dem verherrlichten Sohn Gottes:

Epheser 5,31-32 
Deswegen wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein. Dieses Geheimnis ist groß, ich aber deute es auf Christus und die Gemeinde.

Jesus als „Mann“ kam, um eine Braut zu gewinnen, ein Gegen- über, mit dem er alle Ewigkeit zusammen sein wird. Er zahlte den ultimativen Brautpreis für sie, indem er aus der göttlichen Vollkommenheit in die Begrenztheit und Endlichkeit der Schöpfung hineinkam, Mensch wurde und Sein Leben für sie hingab.

Die große Festversammlung, das Hochzeitsmahl, ist das eigentliche Ziel der Schöpfung, das, worauf alle Kreatur wartet. Es ist das größte Geheimnis aller Zeiten: Gott und Mensch vereint für alle Ewigkeit!

Das Kapitel 21 der Offenbarung spricht von nichts anderem als dieser himmlischen Braut, die für die unvorstellbare, ewig gültige Hochzeit des Lammes, des Messias, des Retters, des Löwen aus dem Stamme Juda, des Herrn der Herren und des Königs der Könige, bereit gemacht worden ist:

Offenbarung 21,2b 
… bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut.

Hier kommt alle menschliche Vorstellungskraft zum Ende. Hier handelt es sich um Geschehnisse, die weit über diese Schöpfung und alles ihr verhaftete Denken hinausreichen. Das, was Gott für Seine Erlösten bereit hat, sprengt das begrenzte, menschliche Denken und geht über alle irdischen Erfahrungen, Möglichkeiten und Dimensionen hinaus. Etwas Neues, Unvorstellbares und Unbeschreibbares beginnt …

Mit unserem irdischen, menschlichen und begrenzten Verstand sind wir nicht in der Lage zu erfassen, was dies tatsächlich bedeutet, welche Tragweite diesen Worten, gesehen aus der Perspektive der Ewigkeit, innewohnt.

Menschliche Worte, gefangen in der Erkenntnis und Begrifflichkeit dieser Schöpfung sind nicht ansatzweise in der Lage, das zu vermitteln, was Gott für Seine Auserwählten in einer völlig neuen und für uns noch unvorstellbaren Schöpfung vorbereitet hat.

Und doch ist es das, was auf uns alle, die wir Jesus als unseren Herrn und Erlöser angenommen haben, wartet. Unvorstellbare Herrlichkeit. Einssein mit Jesus. Für immer. Und immer.

1.Korinther 2,9 
Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.

Wahrlich: Gott hat mehr für uns!