Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium.
Markus 16,15

Heute betrachten wir einen Traum und mehrere kurze Visionen zur Ernte. Die Menschen im Volk Gottes, die Ecclesia, die Herausgerufenen, sind der Mähdrescher des Herrn, um die gewaltige endzeitliche Ernte einzubringen.

 

Ich sehe einen wirklich überdimensional großen Mähdrescher mit einem riesigen Schneidwerk, welches fast die Hälfte des Feldes einnimmt. Dieser arbeitet, was das Zeug hält und bringt in erheblicher Geschwindigkeit die Ernte ein. 

Dann sehe ich ein anderes Feld. Dieses ist schon abgeerntet worden. So wie es früher üblich war, stehen auf dem Feld verteilt, die aufgerichteten Erntegarben. Ich bekomme folgendes Wort:

Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Wer weinend dahingeht und den auszustreuenden Samen trägt, wird mit Freuden kommen und seine Garben bringen.
Psalm 126:5-6 (Schlachter)

Ein drittes Bild, leuchtet wie in kurzen Frequenzen immer wieder auf (Error! Error!): 
Ich sehe Füchse durch ein reifes Getreidefeld rennen. Kleine und große. Es scheinen immer mehr zu werden. Diese Füchse verwandeln sich in Feuerflammen. Und das Getreide fängt Feuer. Ich sehe wie Engel als Bogenschützen nach den Füchsen zielen.

Mein Eindruck: 
Es geht voran mit der Ernte. Und es gibt eine große Ernte. Es muss schnell gehen. Der Herr bietet alles (!) auf, um die Ernte einzubringen. Die Ernte ist bedroht. Schon ist der feind unterwegs. Achtet auf die kleinen Füchse! Wachet und betet!

Und der Herr spricht: 
„Nicht jeder ist berufen einen großen Mähdrescher zu steuern, aber jeder ist zur Wachsamkeit berufen und berufen in seinem Maße an der Ernte teilzuhaben. Freue dich an deinen Garben. Nimm wahr das fette Korn! Sieh doch! Wie schön! Wie reich! Teile deine Freude mit anderen. Opfere Mir Dank! Ich will dir mehr geben, nach dem Maße deines Glaubens.“

Reinhold

 

Ihr habt am Fastentag 27 aus der Broschüre „Gott und das deutschsprachige Europa“ den Beitrag von Reinhard Hirtler „Ein Wort speziell für den deutschsprachigen Raum“ vorgelesen, in dem er u.a. sagt, dass in dieser Zeit in Europa übernatürliche Verbindungen und Verknüpfungen geschehen werden und dass in dieser Zeit plötzlich Leute die gleichen Träume haben werden. Auf dieser Seite von Hirtlers Text ist ein Mähdrescher abgebildet. Da dachte ich mir: Herr, in meinem Leben bist Du im Moment grad sehr dran, Verbindungen zu schaffen und Dinge zu verknüpfen.

Denn ich hatte vor einigen Jahren, ich kann nicht genau sagen, wie lange es her ist, einen Traum. 
Ich sah ein riesiges, reifes Kornfeld. Darin war eine Person, schäbig gekleidet und hager, mit einer Sichel in der Hand, dabei, da und dort Halme abzuernten. 
Am Rande des großen Kornfeldes stand eine riesige Scheune. Weil deren Frontwand fehlte, konnte ich darin einen riesigen, überdimensionierten Mähdrescher sehen. Aber der Mähdrescher stand nur da. Er bewegte sich keinen Meter.

Ich erwachte mit einer tiefen Traurigkeit über die Tatsache, dass der Mähdrescher nicht im Einsatz war. Die Traurigkeit gehörte zum Traum dazu.

Ich dachte mir: Der riesige Mähdrescher wäre viel effizienter als die schäbige Figur im Kornfeld. Aber wenn der sich überhaupt nicht rührt, ist seine Power zu gar nichts nütze.

Dies also war mein Traum. Er hat mich einige Tage begleitet und etwas von der Traurigkeit ist im Hinterkopf noch eine Weile an mir haften geblieben, aber dann habe ich den Traum aufs „Regal“ gestellt und mich nicht weiter damit beschäftigt. Vergessen habe ich ihn aber nie.

Vor einiger Zeit hörte ich mir eine Predigt von Reinhard Hirtler an. Er berichtet darin von einem einwöchigen Teenie Camp in Großbritannien, das – so wie ich verstanden habe – 1984 stattgefunden hat. Dann hatte ein junger Mann, ca. 14, 15, 16 Jahre alt, eine Vision. 
Er sah ein reifes Erntefeld, ein riesengroßes, reifes Erntefeld über Europa. Und dann sah er, wie einzelne Menschen mit der Sichel begonnen haben, diese Ernte einzubringen. Und dann sah er einen Mähdrescher stehen. Der Mähdrescher stand neben dem Feld. Und der Mähdrescher war nicht funktionsfähig.

Spätestens hier unterbrach ich meine Hausarbeit und dachte: Das ist ja mein Traum! 
Der Traum ging weiter: 
Der junge Mann sah, wie der Herr begonnen hat, den Mähdrescher zu reparieren, diesen Mähdrescher herzurichten, zuzubereiten. Und dann sah er, wie dieser Mähdrescher durch das Feld fuhr und eine riesige Ernte einbrachte.

Der junge Mann prophezeite damals und er sagte: „Es wird nicht durch die einzelnen, großartigen Personen sein, die die Ernte einbringen, sondern die Gemeinde (Ecclesia) ist der Mähdrescher. Und der Herr wirkt an der Gemeinde, Er bereitet Sein Volk zu, damit Sein Volk diese Ernte einbringen kann. 
Und jetzt ist die Frage: Bist du dabei oder bist du nicht dabei? Jetzt ist die Frage: Lässt du dich vom Herrn so zubereiten, dass du auch Instrument sein kannst in dieser großen Ernte oder nicht? Diese Frage kann ich für dich nicht beantworten. Die könnt ihr nur für euch beantworten.“

Soweit der Ausschnitt aus der Predigt von R. Hirtler. Ich saß da und war einfach perplex. Ich dachte: Jetzt hat mir also Gott nach Jahren meinen Traum erklärt und noch die Fortsetzung dazu geliefert.

Wir wissen nicht genau, was auf uns zukommt in den nächsten Monaten und Jahren. Aber ich weiß, dass ich mich für die große Ernte von Gott herrichten und zubereiten lassen möchte. Ich möchte erleben, wie Gott uns mächtig gebraucht – Ihm zur Ehre, uns zur Freude und den Menschen zum Segen, für das Leben in Ewigkeit…

Ich bin gewappnet, dass ganz große Erschütterungen kommen werden, aber dass gleichzeitig Gottes Licht immer heller strahlen wird. Ich rechne damit, dass wir auf sehr intensive Zeiten zugehen werden, aber dass Gott uns gebrauchen wird für Menschen, die in diesen Erschütterungen um Leute froh sein werden, die sagen: „Schau, hier geht’s lang. Hier ist Gott. Ich habe Ihn erlebt. Er ist auch für dich heute erfahrbar.“

Moni