Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns
Johannes 1,14

Wir befinden uns jetzt im sechsten Monat des biblischen Jahres, der Elul genannt wird. Wir haben die Mitte des geistlichen Jahres und den letzten Monat des bürgerlichen Jahres erreicht. 

Es gibt jemanden auf dem Feld. Seht! Der König ist auf dem Feld!

Was macht eine königliche Person auf einem gewöhnlichen Feld? Sollte ein König nicht in seinem Palast sein... auf seinem Thron sitzen... von Wachen umgeben sein und über wichtige Angelegenheiten seines Königreichs entscheiden? …

In der jüdischen Tradition gibt es einen Monat im Jahr, in dem ein König seinen Palast verlässt und sich auf die Arbeitsfelder seines Reiches begibt, um sich mit seinem Volk zu treffen. Normalerweise würde man zu seinem Palast gerufen werden und Kontrollen durchlaufen, um in seinen Thronsaal zu gelangen. Doch im Elul kommt der König zu seinem Volk. Er schlägt sein königliches Zelt auf den Feldern seines Volkes auf, und das Volk hat die Möglichkeit, ihn von Angesicht zu Angesicht zu treffen.

Kommt dir das bekannt vor? Dies ist ein Beispiel und ein Vorschatten von dem, was Jesus tat. Der König aller Könige verließ Seinen himmlischen Thron und wohnte unter uns.

Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. 
Johannes 1,14

Er kam auf die Erde, weil Er die Welt so sehr liebt. Die Bibel sagt uns:

Hierin ist die Liebe: Nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als eine Sühnung für unsere Sünden. 
1.Johannes 4,10

In Seiner großen Liebe zu uns hat Jesus Sein Leben freiwillig hingegeben, damit wir wieder mit dem Vater versöhnt werden und wieder Zugang zu ihm haben können. Er will der König auf dem Feld unserer Herzen sein!Wenn wir Ihn in unser Herz aufnehmen, setzt Er Seine Zeltheringe dauerhaft ein und wir werden für immer Seine Wohnung. 
In Ihm haben wir einen viel besseren Bund als nur in einem Monat im Jahr Zugang zu Ihm zu haben. Wir haben 24/7, an 365 Tagen im Jahr Zugang zu Ihm. 
Er legt Seinen Geist in uns und versiegelt uns für immer (Johannes 14,16-17; Epheser 1,13-14).

Im Elul lädt Er uns zu einer besonderen Zeit der Intimität ein. Alles, was wir tun müssen, ist, Ihn und Seine große Liebe zu uns anzunehmen.

Elul ist das hebräische Akronym für: 
Ich gehöre meinem Geliebten, und mein Geliebter gehört mir 
Hoheslied 6,3

Elul wird oft als „Zufluchtsort in der Zeit“ bezeichnet. Aus diesem Grund wird im Elul oft Psalm 27 gelesen.

Denn er wird mich bergen in seiner Hütte am Tag des Unheils, er wird mich verbergen im Versteck seines Zeltes; auf einen Felsen wird er mich heben. Und nun wird mein Haupt sich erheben über meine Feinde rings um mich her. Opfer voller Jubel will ich opfern in seinem Zelt, ich will singen und spielen dem HERRN. 
Psalm 27,5-6

Wenn wir unsere Herzen in Seinem Zelt öffnen, gibt uns der Meistergärtner Weisheit, wie wir uns auf den Feldern zurechtfinden, die uns am meisten am Herzen liegen, den Feldern unserer Familie, unserer Ehe, unserer Arbeit und unseres Dienstes. Er wird uns persönlich unterweisen und mit uns auf den Feldern unseres Einflusses, auf den Feldern unserer Träume und ja, sogar auf den Feldern unseres Kampfes gehen. Er weiß genau, wie wir unsere persönlichen und einzigartigen Felder fruchtbar machen können. Er freut sich, mit uns, Seinen Geliebten, auf den Feldern zu wandeln, so wie wir es im Hohelied Salomos 7,11 lesen: Komm, mein Geliebter, lass uns aufs Feld hinausgehen!

Wenn wir mit unserem König gehen, offenbart Er uns Seine Gnade und Wahrheit über jedes Stück Land, das Er uns gegeben hat. Vielleicht haben wir Unkraut wachsen lassen oder ein Feld überarbeitet, ohne es ruhen zu lassen. Vielleicht haben wir ein Feld zu unserem eigenen Vorteil bearbeitet oder uns auf den Thron unseres eigenen „Königreichs“ gesetzt. Wenn Er Seine Güte über diese Bereiche offenbart, richten sich unsere Augen von uns selbst auf Seinen Geist in uns. Wenn wir uns von unserem Reich zu dem Seinen wenden, kommen unsere Felder in die richtige Ordnung und fangen an zu blühen, so wie es in Seinem Wort heißt:

Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit! Und dies alles wird euch hinzugefügt werden.  
Matthäus 6,33 …

Wie wachsen deine Felder? Brauchst du Hilfe bei der Pflege? Seht, der König ist auf eurem Feld! Lauft in Sein Zelt! Lass dich erfrischen und erneuern in dem Wissen, dass du Sein Geliebter, Seine Geliebte bist. 
Er hat viele Gaben für dich, Weisheit, Freundlichkeit, Freude, Barmherzigkeit und Liebe. Nimm alle Seine Gaben an, antworte und sei aktiv!

Mögest du Sein Lächeln auf dir spüren, während du das tust!

Christine Vales