Bleibt in meiner Liebe! 
Johannes 15,9

Ich sah dieses riesengroße Erntefeld mit den vielen, vielen Ähren; große und kleine, goldglänzend im Abendlicht. Es war ein tolles Bild. Die Vögel zwitscherten noch. Alles sah irgendwie friedlich aus.

Leute mit Sicheln, aber auch größere Traktoren und riesige Mähdrescher fuhren die Ernte ein. Aber dann sah ich, dass es auf dem Erntefeld und auch auf den Traktoren und Mähdreschern zwei Sorten von Erntearbeitern gab. Sie unterschieden sich äußerlich eigentlich nur wenig. Aber beim näheren Hinsehen konnte ich deutlich erkennen, dass die eine Gruppe feurig lodernde, glutrote Herzen in sich trugen, aus denen Öl herausfloss. Die andere Gruppe hatte diese Herzen nicht. Und auch nicht das Öl.

Beide Gruppen waren zunächst eifrig in der Ernte tätig. Aber nur die mit den glutroten Herzen brachten die volle Ernte so schnell sie laufen konnten zum Herrn der Ernte und legten sie dankbar vor Ihm nieder.

Die anderen begannen, manche früher, manche später, sich während der Ernte zu zerstreuen. Manche legten sich, erschöpft von der Ernte, irgendwo hin oder verließen das Erntefeld. Manche begannen, mit anderen Erntearbeitern um die Ernte zu streiten. Wieder andere fingen an, ihre Ernte zu verkaufen, statt sie dort abzuliefern, wo sie hingehörte. Oder gaben der Versuchung nach, die Ernte für ihre eigenen Zwecke zu nutzen.

Gott sprach zu mir:

„Daniel, die Erntearbeiter mit den glutroten, feurig lodernden Herzen sind die, die Mich schon jetzt als Bräutigam zurückerwarten. Die sich auf die Ernte freuen, aber gar nicht so sehr wegen der Ernte selbst, sondern vielmehr, weil sie wissen, dass Ich danach sehr, sehr bald wiederkomme! Es sind die, die das Brautkleid tragen. Sie fiebern bei aller Freude über die Ernte Meinem Kommen mehr entgegen als allem anderen. Es geht ihnen wie Mir auch: Sie können den Tag Meiner Wiederkunft kaum abwarten. Sie bringen die Ernte deshalb mit Jubel im Herzen ein.

Das Öl, das aus diesen Herzen fließt, ist das Öl der Ersten Liebe (vgl. Offb. 2,4-5). Deshalb betet, dass möglichst viele noch vor der großen Ernte zurückkehren zu ihrer leidenschaftlichen Ersten Liebe und auch in dieser Ersten Liebe bleiben. Denn die größte Ernte ist keine Garantie für die Erste Liebe. Und nur die Erste Liebe garantiert dir, dass deine Ernte nicht verdirbt. 
Betet für feurig lodernde glutrote Herzen, aus denen schon jetzt das Öl der Ersten Liebe fließt wie ein Strom hin zum Bräutigam und so auch hin zu den Menschen. Betet für solche Erntearbeiter, die ihren Blick schon jetzt wie einen Kieselstein fest gerichtet haben auf Mich! Auf Meine Wünsche, auf Meine Ziele und auf Mein Kommen!“

Daniel