Die Braut, die Frau des Lammes …
Offenbarung 21,9

Malte berichtet von einer eindrücklichen Vision, die er im Januar hatte:
„Im Gottesdienst sehe ich Deutschland, heruntergebrannt und brach. In der Ferne konnte ich die Ruinen von Berlin sehen. Nirgendswo war Leben zu sehen. Es stehen einige verbrannte Bäume, abgebrochene Banner und Schwerter stecken im Boden. Der Herr sagt: „Der Boden ist bereit, frisch gedüngt und frisch gesät. Der Same ist im Boden und er wird wachsen. Ohne es zu wissen, hat der feind den Boden bereit gemacht für die große Ernte.

Ich sehe mich um, von Horizont zu Horizont ist alles schwarz und trostlos…“

Dann sehe ich einen Raum und in der Mitte steht Jesus. Viele Menschen sitzen auf dem Boden um Jesus herum und es ist der Zeitpunkt, wo alle darauf warten, dass Er Seine Braut aufstehen lässt. Und als Er sie aufruft, aufzustehen, steht sie nicht aus der Mitte des Raumes auf, sondern von der Seite. Und wer nicht genau hinsieht, sieht fast nicht, wie sie aufsteht. Und Er sagt zu ihr: Ziehe deine alten Kleider aus und zieh dein Brautgewand an. Es ist die Zeit für die Ernte. In deinen alten Kleidern kannst du nicht herausgehen.

Und ich denke bei mir, man geht nicht mit einem Brautkleid in die Ernte. Doch Er sagt: Das ist aber genau das, was sie tun wird. In ihrem Brautkleid wird sie aufs Feld gehen und Meine Ernte einbringen. Es ist wichtig, dass sie dabei das Brautkleid trägt. Das Brautkleid ist Ausdruck ihrer Autorität und zertifiziert sie als Meine Braut.

Dann sehe ich, wie sie zum Zeitpunkt der Ernte ins Feld geht, sich hinkniet mit dem Brautkleid und eine Karotte aus dem Boden holt. Und ich sehe die Felder der Ernte – sie gehen von Horizont zu Horizont. Und die Ernte ist so groß, dass es so aussieht, als ob sie das nicht allein schaffen kann. Doch sie wirkt sehr routiniert und zuversichtlich. Sie arbeitet fröhlich vor sich hin und weiß, dass sie genau so viel schaffen wird, wie sie schaffen muss an diesem Tag.

Ich frage den Herrn: Wann wird das sein? Er sagt: Der Same ist jetzt gesät. Niemand sieht das Land wie es jetzt ist, denn der Rauch des Feuers ist noch nicht verzogen. Alle glauben, dass die Welt noch brennt. Doch die Saat ist gesät und der Boden ist bereit. Es ist an der Zeit, sich auf die Ernte vorzubereiten.

Ich sehe, wie die Braut die Scheune ausfegt, im neuen Brautkleid. Und sie nimmt die Sense und fängt an sie zu schärfen. Und Er sagt: Schärfe die Panga (Swahili für Machete). … In Europa nimmt man die Sense für die Ernte. Aber in großen Teilen der Welt nimmt man die Machete. Die Ernte ist nicht nur in Deutschland oder Europa, sondern weltweit. Du hast die Felder gesehen. Sie gehen von Horizont zu Horizont.

Jetzt ist die ganze Welt voller Rauch und Gott sagt uns, wir sollen ein Fest feiern, denn die Ernte ist gesät. Wir dürfen uns freuen auf die Ernte. Wir sollen uns vorbereiten und uns darüber im Klaren sein: Wenn die Ernte anfängt, werden wir von morgens bis abends ernten. Wir werden einkaufen und es werden Menschen neben uns herlaufen und uns Fragen stellen. Bei der Arbeit werden wir arbeiten und gleichzeitig mit Menschen über Jesus reden. Wir werden keine Zeit mehr haben, etwas anderes zu tun als zu ernten. Die Menschen werden in unsere Häuser kommen und uns Fragen stellen. Und wir dürfen ihnen antworten.

In dieser Zeit wird es wichtig sein, dass wir unser Verständnis von Glauben und Gemeinde abgelegt haben und das Brautkleid angezogen haben. Die alten Strukturen werden in dieser Zeit keine Bedeutung haben. Alte Glaubensauslegungen müssen sich unter die Wahrheit Gottes beugen. Und wer kein Brautkleid trägt, kann an der Ernte keinen Anteil haben.“

 

Einige Wochen später erweiterte sich der Impuls von Malte noch:

„Ich habe den starken Eindruck, dass wir anfangen sollen, für die Erntearbeiter zu beten und sie im Geist zu beschützen. Gott machte mir klar, dass Er nichts von dem Altbekannten benutzen will. Die Kirche im Ganzen ist kraft- und autoritätslos. Es gibt zu viele Verstrickungen mit der Welt. Einzelne Gemeinden sind brauchbar. Der entscheidende Punkt ist, den ganzen Glauben unter der Führung des Heiligen Geistes an der Schrift im Original zu prüfen. Danach ist es wichtig, sich dem Wort Gottes voll unterzuordnen und nicht selbst zu interpretieren. Wir müssen vieles wieder neu lernen. … Wenn die Zeit der Ernte kommt, brauchen wir Arbeiter, die so fest auf den Glauben stehen, wie die Urgemeinde.“