Mein Wort kehrt nicht leer zurück!
Jesaja 55,11

Der Evangelist Reinhard Bonnke erzählte manchmal, wenn er zu den erstaunlichen Ergebnissen der Ernte in Afrika befragt wurde, die er für das Reich Gottes einbringen durfte, etwas von Dr. David Livingstone. Die Ernte ist etwas, an dem Generationen von Christen arbeiteten und noch arbeiten.

„Afrika erhielt einst den Namen ‚Der schwarze Kontinent‘, nicht nur, weil die weitaus meisten Afrikaner schwarzer Hautfarbe sind, sondern weil Afrika geistlich finster und schwarz war, verstrickt in jahrtausendealte Fesseln von Schamanismus, Ahnenkult, Menschenopfer, Hexerei u. a. Die Ketten, die die Einwohner banden, waren unglaublich fest, es war für einen Afrikaner nahezu unmöglich, dem fest gefügten System der geistlichen Unterdrückung und Kontrolle zu entkommen. Die Macht der Hexer und Totenbeschwörer hielt ganze Stämme und Volksgruppen gefangen. So waren die Anfänge der christlichen Mission bescheiden und äußerst mühsam. Viele kostbare Missionare investierten ihr Leben für Afrika, schenkten dem Kontinent und seinen Menschen ihr Herz – und sahen doch keine oder nur unscheinbare Frucht bei all ihren Bemühungen.

Gott berief treue Männer und Frauen, in Afrika den Boden zu pflügen und die Saat des Evangeliums auszustreuen. Es war eine Arbeit, die ihre ganze Kraft, ihren ganzen Einsatz und oft ihr Leben kostete. Generationen von Missionaren sahen fast keinen Erfolg bei dem Werk ihrer Hände. Doch sie wussten, dass das Reich Gottes kein Reich dieser Welt ist und dass der gesäte Same heranreifen und wachsen würde, denn unser Gott sagt:
Mein Wort kehrt nicht leer zurück!“ (Jesaja 55,11).

Der berühmte Dr. David Livingstone schrieb 1844 in Mabotsa in Afrika:

„Und obwohl ich wenig Resultate sehe, werden zukünftige Missionare sehen, wie es Bekehrungen nach jeder Predigt geben wird. Mögen sie dann die Pioniere nicht vergessen, die in tiefer Dunkelheit mit nur wenigen ermunternden Lichtstrahlen gearbeitet haben.“

Nun, viele Jahrzehnte später, ist eine Ernte herangereift, von der all die treuen Arbeiter Gottes wohl kaum zu träumen wagten. Millionen und Millionen von Afrikanern nehmen in jedem Jahr Jesus als ihren Herrn und Retter an. … Wir dürfen mit Freuden jetzt ernten, was Generationen vor uns unter Tränen gesät haben. Aber auch wir müssen wiederum säen, dass nachfolgende Generationen ernten können. Es ist die Zeit der Saat und Ernte!“

Die Evangelisten Reinhard Bonnke und Daniel Kolenda verstehen sich und ihre Arbeit als das Einbringen der Ernte. Das ist wichtig und von größter Bedeutung. Doch ohne all die Generationen von Dienern Gottes, die den Boden bearbeiteten, pflügten, den Samen ausstreuten, das Feld immer wieder von Steinen und Unkraut befreiten, das Aufgehen der Saat bewachten und behüteten … würde es überhaupt nichts zu ernten geben. Deshalb haben alle zusammen Anteil an der Gesamternte, auch wenn viele ‒ so wie David Livingstone ‒ vielleicht während ihrer eigenen Lebenszeit nichts von der eigentlichen Ernte zu sehen bekamen.

Und in seiner Autobiografie „Im Feuer Gottes“ schreibt Bonnke:

„Können Sie den Tag der Ernte sehen, der vor Ihnen liegt? Die Flamme der Erweckung leuchtet über der südlichen Hemisphäre auf, die man einst Dritte Welt nannte. Und jetzt auch in Indien, China und den Inseln der weiten Ozeane. Christus durchschreitet die Erde. Alle Kräfte der Religionen haben keine Antworten auf ihn. Er allein ist unsere Botschaft.

Spötter fragen, warum die afrikanische Ernte nicht auch in Europa oder in Amerika geschieht. Ich frage: Ja, warum denn nicht in Europa oder in Amerika? Der Boden ist niemals zu hart. Afrika brachte zwei Jahrhunderte lang keine Ernte hervor, obwohl die vortrefflichsten Diener Gottes dort den Samen ausstreuten. Der schwarze Kontinent war zum Friedhof der Männer und Frauen Gottes geworden, viel schwieriger als Amerika oder Europa es heutzutage sind. Doch in wenigen Jahren haben wir gesehen, wie sich die Gezeiten in Afrika gewendet haben, genauso wie in Südamerika und in Asien die Ebbe zur Flut wurde. Wenn sich dort die Flut erheben kann, dann kann sich ebenso auch hier ein gewaltiger geistlicherTsunami erheben und Europa und Amerika überfluten. Das glaube ich. Wagen Sie, es mit mir zu glauben!“