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Er wird kommen wie ein drängender Strom, den der Hauch des HERRN vorwärtstreibt. 
Jesaja 59,19

Ingrid schrieb uns:

Ich liege im Bett und bin ganz auf Einschlafen eingestellt, um mit Jesus durch die Nacht zu gehen. Stattdessen spüre ich die Vibrationen in meinem Körper, die mir immer das Nahen, bzw. die Nähe des Heiligen Geistes anzeigen. Ich hatte keine Ahnung, was mir der Herr, zu so später Stunde, mitteilen wollte.

Von einem Augenblick zum anderen befinde ich mich in einem Leuchtturm, und zwar auf halber Höhe, also noch nicht ganz oben. Ein Engel, den ich aber nicht sehen, nur empfinden kann, geht mit mir zu einer der halbrunden Luken, die auf das Meer hinausschauen. 
Ich stehe am Ausguck und schaue umher. Doch kein Wasser, keine Welle, kein Meer ist zu sehen. Ringsherum und so weit das Auge reicht, sehe ich trockenen Meeresboden: graubraun, wellig, vertrocknete Algengewächse. Ein trostloser Anblick, wenn man erwartet, auf das Meer schauen zu können.

Ich frage: „Wozu steht hier ein Leuchtturm, wenn es weit und breit kein Wasser und damit auch keine Schiffe gibt, die mit dem Leuchtfeuer dieses Turmes in den sicheren Hafen geleitet werden sollen?“ 
Ich werde zu der Wendeltreppe geleitet, die weiter nach oben, bis zur Spitze des Leuchtturmes führt. Dort oben trete ich wieder an eine der Luken und nun sehe ich, weit hinten am Horizont, das Meer und auf dem Meer unzählige Schiffe, große, kleine, Segelschiffe, Motorschiffe, Frachter und auch Ruderboote. Einige sind ganz dicht an der Wassergrenze, andere in zweiter, dritter, vierter und weiterer Reihe.

Es ist deutlich zu erkennen, dass diese Schiffe auf etwas warten, denn sie bewegen sich nicht.

Ich frage meinen Engel: „Worauf warten all die Schiffe?“

Nun kommt ein Wort, eine Antwort in mein Bewusstsein, das mich völlig überrascht.

Die Antwort ist ganz kurz und lautet: „Auf den Tsunami.“

Ich muss nachfragen, weil sich mir die Logik der Vision nicht von alleine erschließt.

Hier die Antwort: „Die Schiffe, bzw. die Menschen auf den Schiffen, sehen den Leuchtturm und sein Licht schon lange. Sie erkennen ihn als ihr Ziel, ihren Zielhafen, doch sie sehen keine Chance, ohne das Meer, ohne Wasser unterm Kiel, zu dem Hafen zu gelangen. Sie sind aber auch nicht ungeduldig, die meisten fühlen sich auf ihren Schiffen sicher und bequem. Sie haben gehört, dass eine Riesenwelle erwartet wird, die vom offenen Meer heranrollt und ihre Schiffe über den ausgetrockneten Meeresboden bis in den Hafen spülen wird. Sie sehen in dem zu erwartenden riesigen Naturereignis keine Gefahr. Für sie ist der Leuchtturm der Garant für ihre sichere, unbeschadete Ankunft.“

Ich möchte wissen, was der ausgetrocknete Meeresboden bedeutet, der allein sie daran hindert, dorthin zu kommen, woran sie doch glauben und worauf sie hoffen.

Mit der Antwort öffnet sich ein ganzes Spektrum von Erkenntnissen in mir, das der Herr in wenigen Worten zusammenfasst:

„Es ist die jahrtausendalte trockene Lehre, mit der die verschiedenen Kirchen, Institutionen und Religionen die Erde überzogen haben und die Mein Wasser des Lebens, Meine Worte der Liebe, degradiert und in bloßen Buchstaben gereicht haben. 
Meine einfache Lehre der Liebe wurde von äußerlichem Prunk, Titeln und Ritualen überdeckt. Den Menschen wurde so der Boden genommen, auf dem sie ihren Heimweg in Mein Licht hätten gehen sollen. 
Doch so wie auch das Licht des Leuchtturmes in Abständen aufleuchtet, habe Ich immer wieder Lichter auf die Erde gesandt, Meine Diener des Wortes, und tue dies bis heute. Ich sende Meine Propheten, um frische Früchte unter den Menschen auszuteilen die ahnen, dass ihr Herr und Gott mehr für sie hat und schon immer hatte und die sich danach ausstrecken.“