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Sie freuen sich vor dir, wie man sich freut in der Ernte
Jesaja 9,2

Im Alten Testament finden wir ein faszinierendes und umfassendes Bild zur Heilsgeschichte in der Abfolge der von Gott angeordneten sieben biblischen Feste. Die geistliche Botschaft dieser Feste gewährt einen tiefen Einblick in die großen Pläne Gottes.

Diese Feste sind:

  1. Pessach – Das Passahfest
  2. Mazzoth – Das Fest der ungesäuerten Brote
  3. Reishit – Das Fest der Erstlingsfrüchte
  4. Schawuot – Das Wochenfest (Pfingsten)
  5. Rosh Haschanah – Der Tag des Schofarblasens
  6. Yom Kippur – Der Versöhnungstag
  7. Sukkot – Das Laubhüttenfest

Das Bemerkenswerte ist, dass Ernte ein durchgängiges Thema ist und bei vieren dieser Feste (1, 3, 4 und 7) ein wichtiger Aspekt das Thema Ernte ist:

Von der Gerstenernte bei Passah über die Gabe der Erstlingsfrucht am zweiten Tag der Woche der ungesäuerten Brote, zur Weizenernte bei Schawuot, wo ebenfalls die Erstlingsfrucht dargebracht wird, bis hin zum großen Erntefest Sukkot, das gefeiert wird, wenn die Gesamternte eingebracht ist.

Gott ist es offensichtlich wichtig, dass sich Sein Volk der Bedeutung der Ernte bewusst ist. Das unterstreicht die Tatsache, dass Passah, Schawuot und Sukkot Wallfahrtsfeste sind, also Feste, zu denen jeder Mann, der zum Volk Gottes zählte, am Ort des Heiligtums erscheinen sollte.

Die ersten vier dieser sieben Feste finden im Frühling statt, die letzten drei im Herbst. 
Die ersten vier Feste sind heilsgeschichtlich bereits erfüllt. Sie behandeln das erste Kommen Jesu als des leidenden Messias, Seinen Tod, Seine Auferstehung und die Sendung des Heiligen Geistes zu Pfingsten. 
Bei den drei noch ausstehenden Festen warten wir hingegen noch auf die Erfüllung. Sie weisen auf das hin, was vor uns liegt, auf Jesu Wiederkunft als königlicher Messias und das, was dann kommen wird.

Im heilsgeschichtlichen Ablauf befinden wir uns aktuell am Ende der relativ langen Phase der Sommerhitze. Sie ist die Zeit des Reifens und Wachstums. In großer Fülle und Vielfalt reifen die unterschiedlichen Früchte heran.

Zuerst wird zum Spätsommer hin die Weinlese beginnen, kurz darauf sind die Granatäpfel und Datteln reif. Dann beginnt die wichtige Olivenernte. Oliven stehen für Öl, für Salbung, für Reinigung und, ebenso wie Wein, für den Heiligen Geist.

Mitten in diese Erntezeit fallen die drei prophetischen Herbstfeste in kurzem zeitlichem Abstand.

Beide Feste, Passah und Schawuot sind heilsgeschichtlich erfüllt
Doch es gibt noch ein weiteres Erntefest, das Fest des neuen Weines, das Fest des frischen, reinen Öls, das gefeiert wird, wenn die gesamte Ernte eingebracht worden ist. Es ist das Fest des Abschlusses, des Erntedanks. 
Wir dürfen uns sicher sein: der Herr hat ein weiteres Fest für Sein Volk vorbereitet, ein neues Erntefest, ein Fest, das es zuvor noch nicht gegeben hat. Fröhlich, unbeschwert, lang andauernd, unvergleichlich. Die Gesamternte ist „in die Scheunen“ eingebracht worden. 

Wir glauben: Die Wiederkunft findet mitten in der Ernte statt. Der Herr der Ernte kommt und ich bin mir sicher, dass Er Seine Braut in der Ernte finden will.