Alle Tage der Erde, sollen nicht aufhören Saat und Ernte
1.Mose 8,22

Bereits unmittelbar nach der Sintflut machte Gott einen Bund mit Noah und verhieß, dass es für immer auf dieser Erde Erntezeiten geben würde:

Von nun an, alle Tage der Erde, sollen nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.
1.Mose 8,22

Ernte ist etwas Grundlegendes und ganz Entscheidendes für das menschliche Dasein. Jede menschliche Zivilisation baut darauf auf; ohne regelmäßige, gute Ernteerträge konnte sich keine Hochkultur entwickeln oder bestehen bleiben. Dementsprechend ist es auch eines der ganz großen Themen der Bibel. Es gibt zahlreiche Aussagen zu Früchten, Wetter, Früh- und Spätregen, guter und reicher Ernte, der Darbringung der Erstlinge der Ernte, Ruhezeiten für das Land usw. bis hin zu detaillierten Angaben, in welcher Weise die Felder abgeerntet werden sollen, damit auch für die Armen noch etwas übrig bleibt. Schon beim Auszug aus Ägypten verheißt Gott dem Volk ein gutes, ertragreiches Land mit den 7 Früchten Israels:

Denn der HERR, dein Gott, bringt dich in ein gutes Land, ein Land von Wasserbächen, Quellen und Gewässern, die in der Ebene und im Gebirge entspringen; ein Land des Weizens und der Gerste, der Weinstöcke, Feigenbäume und Granatbäume; ein Land mit ölreichen Olivenbäumen und Honig [Dattelsirup]; ein Land, in dem du nicht in Armut dein Brot essen wirst, in dem es dir an nichts fehlen wird; ein Land, dessen Steine Eisen sind und aus dessen Bergen du Kupfer hauen wirst. Und du wirst essen und satt werden, und du sollst den HERRN, deinen Gott, für das gute Land preisen, das er dir gegeben hat. 
5.Mose 8,7-10

Gute Ernten sind seit jeher ein Zeichen des göttlichen Segens, schlechte Ernten und Hungerzeiten gelten als Zeichen der Strafe und des Gerichts.

Wenn ihr in meinen Ordnungen lebt und meine Gebote haltet und sie tut, dann werde ich euch die Regen geben zu ihrer Zeit, und das Land wird seinen Ertrag geben.
3.Mose 26,3-4

Immer wieder begegnet uns das Thema Ernte auch bei den Gleichnissen Jesu. Er spricht vom vierfachen Ackerfeld, von der selbstwachsenden Saat, vom reichen Bauern, vom König, der seinen Weinberg an die Knechte übergibt, von den Tagelöhnern, vom 30-, 60- oder 100-fältigen Ertrag u.a. Gott selbst wird als der Herr der Ernte bezeichnet:

Die Ernte zwar ist groß, die Arbeiter aber sind wenige. Bittet nun den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter aussende in seine Ernte!'
Matthäus 9,37-38

Als Jesu Nachfolger sollen wir Arbeiter in der gewaltigen Ernte sein, die eingebracht werden muss. Genau dazu hat Er uns berufen und ausgesandt. Wer erntet, der ist dabei, Frucht zum ewigen Leben einzusammeln.

Sagt ihr nicht: Es sind noch vier Monate, und die Ernte kommt? Siehe, ich sage euch: Hebt eure Augen auf und schaut die Felder an! Denn sie sind schon weiß zur Ernte. Der da erntet, empfängt Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, damit beide, der da sät und der da erntet, sich gemeinsam freuen. 
Johannes 4,35-36