In jeder Nachrichtensendung gibt es nur ein Hauptthema. Die Medien sind dominiert von dieser ungewöhnlichen, noch nie da gewesenen Zeit. Angst wird all überall empfunden, auch bei den Kindern Gottes. Schwierige Zeiten kennen wir ja auch sonst, je nachdem, in welcher Lebenssituation wir uns befinden. Aber die äußere Reglementierung und Beschränkung, die jetzt nach uns greift, kennen wir nicht – und sie empfinden viele als noch beängstigender.

Vor kurzem war ich im Flugzeug von USA nach Deutschland unterwegs. Vor mir auf dem Bildschirm konnte ich immer wieder die aktuelle Flugbahn sehen. Da war die bunte Weltkugel, über die das Flugzeug seine Bahn zog, und man konnte sehen, wie in manchen Bereichen es Nacht wurde und es in anderen Teilen der Erde hell war. Das hat mich sehr beeindruckt.

Ein oder zwei Tage später sah ich in einer Gebetszeit genau diese bunte Weltkugel. Plötzlich war es, als ob sie von einem schwarzen Tuch eingehüllt würde. Ab dann waren die Nachrichten gefüllt mit der Corona-Krise. In diesen Tagen las ich während einer Gebetszeit die ersten Verse von Jesaja, Kapitel 60, und es schien mir die direkte Beschreibung der Jetzt-Zeit zu sein:

Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Wolkendunkel die Völker.
Jesaja 60,2

Das ist das Szenario, das wir in diesen Tagen sehen und erleben.

Der Name Jesaja bedeutet: „Der Herr rettet!“ Und so ist es nicht verwunderlich, dass er den Ausdruck „Rettung“ dreimal mehr gebraucht, als alle anderen prophetischen Bücher zusammengenommen. Er wird als der „evangelistische Prophet“ bezeichnet, weil seine Prophetien die umfassendste und klarste Botschaft über Jesus Christus, den kommenden Messias, enthalten. Er spricht über die Größe Gottes und Seines göttlichen Rettungsplanes, die Rettung und Wiederherstellung der sündigen Menschheit. Er spricht über die Offenbarung von Gottes Wundern, Seiner Kraft und Seinen Verheißungen. Jesaja erwähnt den Heiligen Geist mehr als alle anderen prophetischen Bücher des Alten Testaments.

Und er ermutigt Gottes Volk, für Festigkeit zu beten, um schwierige Zeiten gut zu durchstehen, damit sie Anteil an der Erfüllung der Pläne Gottes haben.

Denn sieh, Finsternis bedeckt die Erde und Wolkendunkel die Völker, über dir aber wird der HERR aufstrahlen, und seine Herrlichkeit wird erscheinen über dir. Und Nationen werden zu deinem Licht gehen und Könige zu deinem strahlenden Lichtglanz.
Jesaja 60,2-3

Die Völker über denen es jetzt noch dunkel ist, werden von Seinem Licht angezogen werden. Das Licht durchbricht die Dunkelheit und die Menschen, die jetzt noch von Angst und Bedrängnis umschlossen sind, wenden sich dem Licht zu. Es ist wie der herbei gesehnte Sonnenaufgang nach einer langen schwierigen Nacht.

Gott selber wendet die Situation. Er spricht sein göttliches „Aber“ in diese kollektive Resignation. Das Licht kommt! Jesus ist das Licht. Jesus hat den Sieg! Er hat die Dunkelheit am Kreuz für uns durchschritten. Er hat alles bezahlt für dich und mich. Er hat alles auf sich genommen und jetzt können wir leben.

Die Finsternis kann das Licht nicht überwinden.