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Er ruft mich an, und ich antworte ihm.
Psalm 91,15

Am 14. Januar erlebte Klaudia, wie beim Notieren einiger Gedanken zu Matthäus 9,35-38 plötzlich der Heilige Geist „übernahm“ und sie begann, die Worte des Herrn niederzuschreiben. Während des Schreibens, empfing sie ein Bild, das sie ebenfalls aufschrieb. Am Ende fragte sie den Herrn nach der Bedeutung. Und wieder übernahm der Heilige Geist die „Feder“.

 

Und Jesus zog umher durch alle Städte und Dörfer und lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium des Reiches und heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen. Als er aber die Volksmengen sah, wurde er innerlich bewegt über sie, weil sie erschöpft und verschmachtet waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Dann spricht er zu seinen Jüngern: Die Ernte zwar ist groß, die Arbeiter aber sind wenige. Bittet nun den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter aussende in seine Ernte! 
Matthäus 9,35-38

Grade las ich Matthäus 9,35-38. Jesus spricht hier über die Ernte und dass Er dafür Arbeiter braucht. Dabei sagt Vers 35 genau, was diese zu tun haben: umherziehen, lehren, das Reich predigen, heilen. Vers 36 spricht davon, wie Jesus Mitleid mit den Mensch hat, denn sie waren erschöpft und orientierungslos.

So ist auch unser Volk. Müde und erschöpft von den letzten zwei Jahren. Im Frühjahr 2020 herrschte beinah Aufbruchsstimmung: Endlich ein Abenteuer! Endlich eine Krise! Etwas, wofür es zu kämpfen lohnte. Zusammenstehen (im Abstand... wie paradox)! Nachdem wir uns Jahrzehnte von Gott abgewendet haben, alle Seine Gebote über Bord geworfen, unsere eigenen Regeln gemacht, eine eigene neue Moral geformt haben – jetzt endlich war der Moment gekommen zu beweisen: wir schaffen es alleine! Wir schaffen eine neue Welt, wir können sehr wohl gut sein – ohne Gott!

Und wie sind wir gescheitert. Zwei Jahre nur – und alles liegt in Trümmern. Rauchhäufchen zerbrochener Beziehungen schwelen vor sich hin. Überall Schutt, Ruinen und Asche. Geschundene Seelen, kraftlose Menschen. Matt, orientierungslos, am Ende ihres Verstandes angekommen. 
Da kann uns keiner mehr helfen, keine Vernunft, keine Wissenschaft, keine gesellschaftlichen Normen oder Ideologien. Da hat Er uns hingegeben, der lebendige Gott, in die Verirrungen, die wir am eigenen Leib erfahren müssen, wie es ja nicht anders sein kann.

Und in dieses jammervolle Bild hinein, bricht ein Lichtstrahl. Rauch und Dunst tanzen im Lichtkegel, dann brechen weitere Strahlen hervor, ein großes Licht, wie Sonne durch Gewitterwolken dringt.

Und dann sehe ich Leute: Sie liegen auf dem Boden, hocken, sitzen. Sie halten die Hände vor die Augen, einige kriechen auf das Licht zu, anderen kauern nur auf der Straße und verbergen das Gesicht. Ein paar Menschen kriechen zum Licht, doch dann können sie nicht weiter. Sie bleiben einfach liegen, bebend, weinend.

Und dann kommt etwas über sie, das schwerer und schmerzhafter ist, als alle Zerstörung zuvor – die Buße. Sie scheint körperlich weh zu tun. So liegen sie lange. Dann stehen die ersten auf. Wie eine Ascheschicht fällt etwas von ihnen ab, darunter tragen sie jetzt weiße Kleider. Sie gehen in das Licht hinein, werden vom Boden losgelöst und in die Quelle des Lichts hineingezogen. 
Ich erkenne, dass es ein Gesicht ist. Tiefe, ruhige Augen. Unter einer Dornenkrone blicken sie mich an.

Dann, nach einiger Zeit kommen Leute aus dem Licht zurück. Sie gehen zu den Menschen, die noch immer in der Straße kauern und liegen. Sie helfen ihnen auf, bringen sie zum Licht. Doch alle müssen erst über die Schwelle der Buße, als gäbe es eine unsichtbare Barriere.

Schließlich gehen sie alle ins Licht und die Helligkeit nimmt sie in sich auf. Doch nach einiger Zeit hebt sich das Licht (wie eine Wolke) empor und die Menschen fallen (aus geringer Höhe) auf den Boden.

Dann sehe ich von oben, wie sie – wie kleine Lichtpunkte – zu allen Seiten in die Straßen ausschwärmen. Tausende, vielleicht Millionen von Lichtern fluten durch die ganze Stadt (Berlin). Dann sehe ich Deutschland von oben: Das Licht breitet sich von Berlin aus. Die Lichtpunkte verwandeln sich in eine flüssige goldene Masse, die in alle Richtungen von der Stadt in die Umgebung fließt. Von anderen Regionen kommen ebenfalls Lichter entgegen. Sie vereinigen sich zu einem gleichmäßigen goldenen Teppich, bis das ganze Land bedeckt ist. 
Dann ein kurzes Einhalten, bis das Gold auch über die Grenzen in die umliegenden Länder „abfließt“.

Ich frage den Herrn, wie das passieren wird und was es zu bedeuten hat? 

Er antwortet: 
„Es wird eine Zeit der Buße und Umkehr kommen, der Läuterung und des Schmerzes.“

Ich frage: „Was wird der Auslösen dafür sein?“ 
Er antwortet: 
„Der Zerbruch. Der Zerbruch all dessen, worauf ihr stolz seid. Es wird Chaos herrschen, niemand wird mehr wissen, woran er sich noch festhalten soll. Man wird die alten Bibeln herauskramen. 
Menschen werden sagen „Gott, wenn es dich gibt...“ – und dann werde Ich antworten. Aber Ich will ehrliche Reue. Das ist der Preis für Mein Antworten. 
Wenn dieses Volk wirklich Buße tut, dann will Ich Mich umdrehen – wie ein Vater. Ich werde Meine Arme öffnen und euch Mein Angesicht zuwenden. Dann werde Ich euch in Meine Arme aufnehmen – wie ein Vater. Dort dürft ihr an Meinem Herzen liegen, heil werden, euch wärmen und laben. 
Und dann, wenn ihr gestärkt seid mit Meiner Liebe, aufgetankt habt und Meine Gedanken eure geworden sind – dann werde Ich euch senden, die Welt zu verändern. 
Deutschland ist das Herz Europas. Wenn es wieder schlägt, dann pumpt es Mein Blut – Jesu kostbares Blut – durch Europa und wird die Welt mit Leben versorgen!

Claudia