Zum Livestream - 18:00 Uhr

Wenn du ins Feuer gerätst, bleibst du unversehrt. Keine Flamme wird dich verbrennen.
Jesaja 43,2

Welchem System dienst du? 
Ich bin plötzlich hellwach, als diese Frage sehr klar und deutlich an mich gerichtet wird. Zunächst denke ich, es sei nur ein unbedeutender Traum gewesen, aber bereits die erste Bibelstelle, mit der ich zu Beginn des Tages starten möchte, fordert mich auf ähnliche Weise heraus.

Die drei jüdischen Männer Schadrach, Meschach und Abed-Nego weigern sich, das goldene Standbild anzubeten. Ich lese den mir bereits als Kind bekannten Bibelabschnitt bis zum Ende und stelle fest, dass diese mutigen Männer sich für ein System entscheiden mussten, genauer gesagt für einen Gott, von dem sie sagen, Er könne sie sowohl aus dem brennenden Feuerofen als auch aus der Hand des Königs Nebukadnezar retten. „Welchem System dienst du?“ Diese Frage steht wie lebendig vor meinen Augen und wartet auf meine Antwort.

In den letzten Wochen haben sich in unserem Leben (als älteres Ehepaar zu zweit) berufliche und persönliche Fragen ergeben, die eine klare Entscheidung verlangen. Wie du dir denken kannst, geht es um die Grundfrage, wer der Herr in unserem Leben ist. 
„Klar, Jesus Christus!“ lautet unsere Antwort. 
„Du kannst nicht zwei Herren dienen.“ 
Diese Aussage Jesu fordert uns aktuell heraus. Es geht wirklich um die Fragestellung „Welchem System dienst du?“ Je nachdem, wie wir uns entscheiden, steht unser Verdienst oder unsere Versorgungssicherheit auf dem Spiel.

Inmitten meiner Gedanken erreicht mich eine biblische Ermutigung per Whats App. Unser Freund sendet uns täglich „biblische Post“ zu.

Ich lese in Jesaja 43,2
„Und wenn du ins Feuer gerätst, bleibst du unversehrt. Keine Flamme wird dich verbrennen.“

Ich entdecke direkt die Parallele zu der Geschichte von den drei Männern im Feuerofen.

„Unser Gott, dem wir dienen, kann uns aus dem Feuer und aus deiner Gewalt retten.“ 
Daniel, 3,17

Ich weiß tief in meinem Herzen, welchem System ich dienen werde, bin aber dennoch emotional aufgewühlt. Ich will das nicht so einfach stehen lassen und ehrlich vor Gott sein. „Das ist nur eine biblische Geschichte“, erkläre ich Gott. „Danke, dass Du mich ermutigen möchtest. Aber ich habe ein gutes Verständnis für Physik und ich habe lange genug als Krankenschwester Patienten gepflegt, die Brandwunden hatten. In so einem Feuerofen verbrennt man, ob man will oder nicht. Ich kann nicht glauben, dass diese Geschichten über diese Feuer wahrhaft geschehen sind. Es sind Gleichnisse, die nicht real passiert sind, oder?“ 
Jetzt fühle ich mich etwas besser, habe ich doch vertrauensvoll mit meinem Gott reden können.

Zu allem Überfluss fällt mir jetzt noch Moses Erlebnis mit dem brennenden Dornbusch ein, der „angeblich“ nicht verbrannte. 
Jetzt wird es Zeit aufzustehen, sage ich zu mir selbst. Eine wahre Ermutigung hätte ich gerade gut gebrauchen können. Höflich danke ich Gott mit stark geschrumpftem Glauben für Seine rettende Hand, auch in meinem Leben.

Mein Tagesablauf geht weiter, ich will für unser Abendessen Eier kochen. Wie gewohnt nehme ich die Eier mit einem Esslöffel aus dem kochenden Wasser. Ein Ei, zwei Eier…, das dritte Ei nehme ich mit meiner linken Hand eigenhändig aus dem kochenden Wasser heraus. Ich kann bis heute nicht sagen, wie das geschehen ist, ich tauche meine ganze Hand in das kochende Wasser, um das letzte Ei herauszunehmen, als ich plötzlich bemerke, was da geschieht. Erschrocken lasse ich das Ei fallen. Ich denke sofort darüber nach, wie ich die Brandwunde am besten versorgen könnte, überlege, wie gehandicapt ich nun ausgerechnet bei so einer stressigen Woche sein würde, ich falle in endloses Selbstmitleid …. als plötzlich Gott in meine Gedanken hineinspricht: 
„Was denkst du da? Was erwartest du?“ 
Ich will Gott antworten, ich wisse als Krankenschwester sehr gut, wie ich meine Hand schnell kühlen müsse.

Da stelle ich fest, dass meine linke Hand unversehrt ist. Weder rot, noch heiß, keine Brandwunde oder Blase. „Das gibt es nicht“, überlege ich. Sofort kommt mir beschämt in den Sinn: „Keine Flamme wird dich verbrennen.“

Was für einen liebenden Abba-Vater wir haben! 
Obwohl ich Sein Wort in Frage gestellt habe, offenbart Er mir auf diese Weise, dass Er der allmächtige Gott ist, der Wunder wirken kann.

Ich habe seitdem schon mehrmals Eier gekocht. Ich habe vorsichtig versucht, meine Hand dem kochenden Wasser zu nähern, aber der heiße Dampf hindert mich stets daran, hineinzufassen. 
Ich habe durch eigene wundersame Erfahrung lernen dürfen, wie wichtig es ist und wie gut es ist, mein ganzes Vertrauen auf Gott zu setzen, auf Sein Wort und auf Seine fest eingeplanten Zeiten. Auf Sein Wort zu hören und danach zu handeln im Glauben an einen Gott, der Wunder tut.

„Denn ich bin der HERR, dein Gott, ich fasse dich bei der Hand und sage zu dir: Fürchte dich nicht! Ich selbst, ich helfe dir!“ 
Jesaja 41,13

„Welchem System du dienen wirst, wird die wichtigste Entscheidung in der noch vor dir liegenden Zeit deines Lebens sein!“ 
Diesen weisen Rat Gottes erhielt ich kurz vor der Corona-Zeit. Wie Recht Gott doch hatte! Heute bin ich wirklich von Herzen dankbar über diese wundersame Begegnung mit dem „Feuer Gottes“. 

Ich habe den intensiven Eindruck, diese wahre Geschichte weiter zu geben. Ich kann heute fest daran glauben, dass ich mich durch Gottes Kraft und Weisheit richtig entscheiden werde, immer wieder neu. Gott allein ist derjenige, vor dem ich mich beuge. Kein System, keine drohende Warnung oder Maßnahme wird mich davon abbringen. „Unser Gott, dem wir dienen, kann uns aus dem Feuer und aus jeder Gewalt retten.“ Das sind wahre Worte, die ich hiermit für jeden Leser oder Hörer meiner Geschichte in Existenz spreche. Unser Gott ist ein treuer Gott, der Sein Wort hält und der uns schützen und versorgen wird. Gott wird sich mit Seiner Allmacht auch in unserem Land zu erkennen geben. Gottes Geist wird durch Seine Ausgießung unseren Verstand überfluten, so dass wir zu wahren einzigen Erkenntnis gelangen. Darauf freue ich mich. Ich kann es kaum erwarten!

Heiliger Geist, komme in unser deutsches Land, welches so vertrocknet ist, weil du so wenig Raum bekommen hast, es zu bewässern. Vergib unseren Unglauben und erwecke unseren Glauben! Decke mit Deiner Wahrheit alle Lügen des feindes auf und gebrauche uns Gläubige als wahrhafte Diener in Deinem herrlichen göttlichen System der Liebe, um kompromisslos Deine Gute Nachricht zu den Suchenden zu bringen.

Gisela