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Niemand aber setzt einen Flicken von neuem Tuch auf ein altes Gewand; denn das Eingesetzte reißt von dem Gewand ab, und der Riss wird schlimmer. Auch füllt man nicht neuen Wein in alte Schläuche; sonst zerreißen die Schläuche, und der Wein wird verschüttet, und die Schläuche verderben; sondern man füllt neuen Wein in neue Schläuche, und beide bleiben zusammen erhalten. 
Matthäus 9,16-17

Im Jahre 2014 gab es ein Treffen in Konstanz mit prophetischen Leuten. Michael Schiffmann und Pat Holloran sprachen prophetisch über zwei Züge. 
Die Gleise verliefen parallel, ein Zug fuhr links, einer rechts. Dann stellte sich heraus, dass die Fahrspuren nicht ganz parallel waren, sondern sich ein klein wenig voneinander entfernten. 
Michael und Pat sagten, dass es eine Zeit geben würde, wo beide Züge fahren und eigentlich Menschen in den rechten Zug umsteigen sollten. Je weiter die Zeit vergeht, desto größer wird allerdings die Distanz dazu.

Ich habe Gott dann gebeten, mir die zwei Züge zu erklären. Er hat dies in einem Traum getan.

Zuerst war ich in dem linken Zug, der hatte den Charakter eines Clubwagens. Wobei ich hier sagen muss, dass ich nur in einem Waggon war, der Zug aber mehrere Wagen hatte. In diesem Clubwagen war es wirklich gemütlich, die Leute waren so nett miteinander, wie Gemeinde eigentlich sein soll. Es waren schöne Ledersessel, gedämpftes Licht, ein herrliches Ambiente. So wünscht man sich Gemeinschaft unter Christen. Man konnte sich in einen Sessel setzen, ein Glas Rotwein bestellen, die Zeitung oder die Bibel lesen und richtig entspannen. Dann hat der Heilige Geist mir die Lok gezeigt, sie sah aus wie diese berühmten Dampfloks in einem Westernfilm. Ich bin dann in den rechten Zug gewechselt und war in einem Wagen, der mehr den Charakter einer S-Bahn hatte. Es gab ein ganz helles weißes Licht, alles war offenbar und man musste sich an diesen Stangen festhalten, die man auch in S-Bahn-Wagen findet. Das hatte also nicht den Charakter der Gemütlichkeit. Auch hier war ich nur in einem Wagen von vielen. Auch hier zeigte Gott mir die Lokomotive, eine äußerst starke Diesellok mit einer sehr starken Turbine, die den Turbo einschalten konnte.

Dann bin ich wieder in den linken Zug gewechselt, jetzt trat aber ein Umstand ein, der für den weiteren Verlauf äußerst wichtig ist. Die Strecke fing an, steiler zu werden und lief auf eine enorme Steigung zu. Und wie in einem alten Westernfilm, fing die Lokomotive an langsamer zu werden. Die Steigung nahm zu, die Räder drehten durch. Alle, die gemütlich in dem Waggon gesessen hatten, mussten aussteigen, um diesen Zug weiter zu schieben, weil sonst die Steigung ein Stehenbleiben verursachte. Die Gemütlichkeit war vorbei, es war harte Arbeit, den Zug auch nur geringfügig in Bewegung zu halten. Die Steigung wurde noch steiler und der Zug konnte nicht mehr weiterfahren, weil die Räder vollkommen durchdrehten und auch das Schieben nichts mehr nutzte.

Ich bin im Traum dann wieder in den rechten Zug gewechselt und jetzt musste man sich wirklich in diesem Abteil festhalten, weil die Lokomotive Fahrt aufnahm und es schon mächtig schüttelte. Im Gegensatz zu dem gedämpften Licht im linken Zug, waren hier alle Flecken und Unsauberkeiten in der Kleidung sichtbar. Man konnte nichts mehr verstecken. Links war es noch möglich, so den ein oder anderen Fleck verborgen zu halten, hier in diesem rechten Zug kam wirklich alles ans Licht. Das konnte aber auch deshalb gereinigt werden, weil nichts übersehen wurde. Ein wesentlicher Faktor war, dass die Lokomotive den Turbo eingeschaltet hatte und zu einem rasanten Tempo beschleunigte. Jede Steigung war zu nehmen. Nichts konnte diesen Zug aufhalten, es war nicht mehr wirklich gemütlich und schüttelte in jeder Kurve und jeder neuen Steigung, aber es war kein Problem ans Ziel zu kommen.

Der Heilige Geist sagte mir dann, dass es für die kommende Zeit äußerst wichtig sei, im richtigen Zug zu sein, um an das Ziel zu kommen. Links fuhren liebe Geschwister im Herrn, aber sie kamen nicht weiter. Rechts waren auch liebe Geschwister im Herrn, diese waren aber bereit, Unannehmlichkeiten in Kauf zu nehmen, Flecken zu entfernen, im hellen Licht zu stehen, sich mit Kraft festzuhalten und ans Ziel zu kommen.

Leider hatte es auch die Folge, dass aufgrund der zunehmenden Entfernung der Gleise und der rasant zunehmenden Geschwindigkeit, das Umsteigen sehr schwierig würde. Natürlich ist bei Gott nichts unmöglich, aber die Differenz wurde schon erheblich.

Reinhard