Ohne Kampf kein Sieg

Martin Baron

Die „eine“ Tatsache

Kämpft Gott? Ich finde das eine interessante Frage. Gott ist ohne zeitliche, räumliche oder erkenntnismäßige Eingrenzung. Er ist allwissend und allmächtig, dass heißt, er hat alles Wissen und er hat alle Macht. Wenn er alle Macht hat – kämpft er dann? Und wenn ja: warum und wofür? Ist er nicht der Gott des Friedens, der Friedefürst? Was denkt er über Kampf? Sollte er, der Schöpfer aller Dinge, tatsächlich aktiv kämpfen, sich sozusagen tatsächlich persönlich in deinen Kampf stellen, am Kampf beteiligen? Doch die Bibel berichtet uns ganz unmissverständlich, dass Gott ein Kämpfer ist:

Wer ist dieser König der Herrlichkeit? Der HERR, stark und mächtig! Der HERR, mächtig im Kampf!
Psalm 24,8

Ja, mehr noch, er wird als Kriegsheld bezeichnet:

Der HERR zieht aus wie ein Held, wie ein Kriegsmann weckt er den Eifer. Er erhebt einen Schlachtruf, ja, ein gellendes Feldgeschrei, er beweist sich als Held gegen seine Feinde.
Jesaja 42,13

Der HERR ist ein Kriegsheld, Jahwe sein Name.
2.Mose 15,3

Solange es Menschen gibt, gibt es Kampf. Kampf ist etwas, das untrennbar zur Geschichte der Menschheit dazugehört. Eigentlich gab es sogar im Paradies schon Kampf. Es war Adams Kampf gegen die Schlange, gegen die infame Lüge des Feindes, gegen die tückische Versuchung, sich bewusst gegen die von Gott gegebene Anordnung zu stellen. Es war ein Kampf von einer unvorstellbaren Tragweite – und Adam verlor ihn tragisch.

Der Mensch lehnte sich gegen den liebevollen, fürsorgenden Schöpfer auf, akzeptierte die Einflüsterungen des Feindes, musste den Frieden des Garten Edens daraufhin für immer verlassen und lebte fortan ein Leben mit einem schier unaufhörlichen Kampf. Im universalen Kampf zwischen Gut und Böse hatte er seine, ihm von Gott gegebene, Autorität derjenigen satans unterstellt und damit tragisch seine von Gott vorgesehene Herrschaftsposition verloren.

Da Gott die gefallene Menschheit jedoch aus dem Joch des teufels befreien wollte und sie sozusagen „nicht kampflos aufgeben“ wollte, griff er ein. Er erwählte sich einzelne Menschen, um mit ihnen konkret in die Geschichte einzugreifen, um sein Reich – aus kleinsten Anfängen heraus, es begann mit Abraham als einer einzigen Person - zu bauen und um letztlich satans Herrschaft über die Menschheit massiv zu bekämpfen. Das ganze Alte Testament ist eine einzige Aneinanderreihung von Kampfhandlungen, Problemen und Konfliktsituationen aller nur denkbaren Art. Wo immer Gott eingriff, entstand Kampf. Geradezu automatisch. Der Feind wollte seine Herrschaft über den Menschen verständlicherweise nicht abgeben und die Auseinandersetzung von Licht und Finsternis eskalierte immer und immer wieder. Siehe das Leben von Abraham, Jakob, Josef, Mose, Josua, Gideon, Deborah, Samuel, Saul, David, Joschafat, Hiskia, Elia, Mardochai und Esther, Nehemia und vielen, vielen anderen.

Dann geschah etwas, dass die geistliche Welt völlig auf den Kopf stellte und in unvorstellbarer Weise alle Machtverhältnisse der gesamten Schöpfung durcheinander wirbelte: Gott selbst wurde Mensch. Gott selbst begab sich als ewiger, allwissender, allmächtiger Schöpfer in die Begrenztheit seiner eigenen Schöpfung hinein, um sie zu retten. In der Person Jesus Christus wurde Gott als Mensch geboren, lebte als Mensch und starb für die Menschen.

Im Moment seines Todes am Kreuz gröhlte die Hölle im wilden Triumph, weil sie dachte, der Kampf um die Menschheit sei mit Jesu Tod entschieden. Sie grinste im Wähnen eines endgültigen Sieges. Gott starb! Welch unvorstellbares Ereignis! Dem teufel, dem diabolos, was „der dazwischenwerfer“ bedeutet, war es geglückt, einen Keil in die ewige Verbundenheit der göttlichen Dreieinigkeit zu treiben. Sein tiefstes und innerstes Verlangen, die Trinität zu zerteilen, sie zu spalten, zu trennen, „etwas dazwischen zu werfen“, schien unvorstellbarer Weise tatsächlich gelungen zu sein. Jesus schrie am Kreuz: „Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Warum rief er das? Weil es die Wahrheit war.

Er hatte tatsächlich keine Einheit mehr mit dem Vater. Denn in diesem Moment lasteten alle Sünden aller Menschen aller Zeiten auf ihm. Er war wahrhaftig vom Vater getrennt, denn Sünde bedeutet immer Trennung von Gott und Jesus trug am Kreuz die Last der Sünde einer gefallenen Menschheit mit Milliarden von Individuen. Ich bin sicher: nie war ein Mensch weiter vom himmlischen Vater entfernt, als es Jesus im Moment seines Todes war.

Doch der finstere Jubel der Hölle währte nur kurz. Schon 3 Tage später entpuppte sich der vermeintliche Sieg der Finsternis als völlige, totale, endgültige und für alle Ewigkeit geltende Niederlage. Durch Jesu triumphale Auferstehung zerbröselte die Macht und der Anspruch des teufels, der Hölle, der Sünde, des Todes, der Verdammnis. Die Auferstehung Jesu war ein Befreiungsschlag von einem universalen Ausmaß, das wir vielleicht einmal in Gottes Gegenwart in der Ewigkeit erfassen können – jetzt ist uns die tatsächliche Bedeutung dieses wichtigsten Ereignisses aller Zeiten in seiner unvorstellbaren Bedeutung nur ansatzweise offenbar. Die Auferstehung Jesu ist der Dreh- und Angelpunkt der Weltgeschichte – ja mehr noch, der Dreh- und Angelpunkt alles Daseins in aller Ewigkeit.

Doch was bedeutete es für Jesus, aus der herrlichen, ewigen Gegenwart des himmlischen Vaters auf die gefallene Erde zu kommen und sterblicher Mensch zu werden? Es bedeutete den bewussten, gezielten und geplanten Eintritt in den Kampf. Gott selbst trat in der Person Jesu persönlich auf das Schlachtfeld dieser Welt. Er trat in einen Kampf, wie es keinen zweiten je gegeben hat, noch geben wird. Einen Kampf, der bedeutender war, als alle anderen Ereignisse der Menschheitsgeschichte zusammengenommen. Es war der Kampf um Heil oder Verderben, um Leben oder Tod, um Himmel oder Hölle. Es war der Kampf um den Menschen.

Und anders als Adam einst im Garten Eden im Natürlichen und Fleischlichen den Kampf gegen satan verloren hatte, so gewann Jesus, der „letzte Adam“ (1.Kor 15,45), diesen Kampf im Geistlichen. Und zwar völlig. Er siegte absolut und unumstößlich durch seinen Gehorsam gegenüber Gott bis in den Tod. Er zertrat den Kopf der Schlange, er überwand des Feindes Macht, er nahm die Herrschaft zur Rechten des himmlischen Vaters ein, er ergriff den Schlüssel des Todes und des Hades. Er ist der Sieger, der Überwinder, der Herr der Herrn und der König der Könige. Er hat alle Macht im Himmel und auf Erden. Er regiert. Und sein Sieg ist definitiv:

Er hat die Gewalten und die Mächte völlig entwaffnet und sie öffentlich zur Schau gestellt. In ihm hat er den Triumph über sie gehalten.
Kolosser 2,15

Der Kampf ist gewonnen und entschieden. Wir als Jesu Nach-Folger leben in genau diesem Sieg. Durch diesen Sieg erst konnten wir Kinder Gottes werden. Wir gehören zu ihm. Wir sind auf der Siegerseite.

Die „andere“ Tatsache

So weit, so gut. Die fantastische Rettung, Befreiung und Erlösung durch Jesus Christus macht jeden Christen zu einem echten Siegertypen. Welch geniale Botschaft. Der Sieg ist gewonnen. Halleluja!
Doch die heilige Schrift spricht nicht nur von dem schon gewonnen Sieg durch Jesus (das ist die eine Tatsache), sondern auch von dem noch zu gewinnenden Sieg durch uns als Jesu Nachfolger (das ist die andere Tatsache):

Denn unser (!) Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen Mächte der Bosheit in der Himmelswelt.
Epheser 6,12

Denn obwohl wir im Fleisch wandeln, kämpfen wir (!) nicht nach dem Fleisch; denn die Waffen unseres (!) Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig für Gott zur Zerstörung von Festungen; so zerstören wir Vernünfteleien und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und nehmen jeden Gedanken gefangen unter den Gehorsam Christi…
2. Korinther 10,3-5

Wir können es uns vergleichsweise in etwa so vorstellen, wie einen Herrschaftswechsel in einem umkämpften Land. Zwei Parteien kämpfen um die Macht. Eine Partei – das Reich Gottes - siegt und vertreibt die bisher herrschende andere Partei - das Reich dieser Welt - aus der Herrschaftsposition. Was macht diese? Sie verlegt sich auf den Guerilla-Krieg, auf Hinterhalt-Attacken, auf Terroranschläge, auf negative Propaganda, auf Einschüchterung usw. Obwohl der Krieg gewonnen ist, agiert der Feind aus dem Hinterhalt, dem Verborgenen, mit seinen Partisanen heimtückisch weiter.

Genauso ist es auch um uns als Christen bestellt. Der Sieg ist unser, doch der teufel attackiert uns aus dem Verborgenen umbarmherzig weiter. Er hat die Schlacht verloren, doch nun hat er sich auf „Terror aus dem Hinterhalt“ verlegt und darin echte Meisterschaft erlangt. Er kämpft – und wir, als Kinder Gottes, sind seine Gegner. Der Kampf richtet sich gegen dich und mich. Er versucht uns mit allen Mitteln davon abzuhalten, im Sieg Jesu zu leben. Deshalb befinden wir uns als Christen tatsächlich permanent auf einem geistlichen Schlachtfeld.

Und zwar dem Schlachtfeld unserer Gedanken. Der teufel versucht uns zu schwächen, zu verletzen, zu Fall zu bringen, zum Aufgeben zu bewegen. Er attackiert unser Denken, unser Wollen und unsere Gefühle. Er bombardiert uns mit „feurigen Pfeilen“, also mit negativen, depressiven, verführerischen oder anders gearteten schädlichen und zerstörerischen Gedanken. Es sind „Gedankenpfeile“, die mit einem gefährlichen Gift getränkt sind. Wenn man sie nicht sofort herausreißt - also diesen plötzlich angeflogenen Gedanken widersteht und sie energisch zurückweist - beginnt sich das Gift auszubreiten und uns mehr und mehr zu lähmen:

Bei alledem ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt!
Epheser 6,16

Ja, der große Kampf findet in unseren eigenen Gedanken statt. Und er ist sehr real. Hier versucht er kontinuierlich unseren Glauben, unsere Vision, unsere Freude und vieles mehr zu limitieren, zu untergraben und zu zerstören. Wie schreibt Luther in seinem größten Hit „Ein feste Burg ist unser Gott“ doch so treffend:
„Der alt böse Feind, mit Ernst ers jetzt meint; groß Macht und viel List sein grausam Rüstung ist, auf Erd ist nicht seinsgleichen.“
So ist es. Er attackiert uns entschlossen, in allem Ernst und ist dabei unnachgiebig.

Aber leider ist es unübersehbar, dass viele Christen die Bedingungen, unter denen wir leben, nicht richtig verstanden zu haben scheinen. Denn geben wir es zu: wir wollen eigentlich gar nicht kämpfen. Es ist so mühsam, so anstrengend, so schweißtreibend. Es ist so unbequem. Es erfordert Disziplin. Und Training. Und Einsatz. Und Anstrengung. Doch wir wollen Frieden. Und Ruhe. Natürlich wollen wir schon gerne im Sieg leben – aber möglichst ohne Anstrengung und ohne dafür kämpfen zu müssen. Und wenn nun etwas Problematisches oder Unerwartetes geschieht, wenn eine geistliche Attacke erfolgt, so wirft dies viele Gläubige aus der Bahn. Sie sind überrascht und fragen, wie Gott zulassen kann, dass ihnen als seinen geliebten Kindern so etwas Furchtbares widerfahren kann.

Dabei befinden sie sich inmitten einer geistlichen Schlacht auf einem geistlichen Schlachtfeld. Um sie herum tobt ein geistlicher, sehr realer Kampf. Ein Kampf, den jeder, aber auch ausschließlich jeder Christ zu kämpfen hat. Wenn wir uns weigern zu kämpfen, leben wir automatisch in der geistlichen Niederlage. Wir haben sozusagen unsere geistlichen Waffen freiwillig niedergelegt. Wir haben aufgegeben. Wir stehen kampflos auf dem Schlachtfeld. Der teufel lässt uns dann zunächst scheinbar in Ruhe, denn wir stellen ja keine akute Gefahr für seine Absichten dar. Wenn das geschieht, sind wir jedoch Christen ohne Salzkraft, ohne Leuchtkraft. Unser Leben bewirkt nichts, das Frucht für die Ewigkeit hervorbringt, es hat keinen (geistlich positiven) Einfluss auf unsere Lieben, unser Umfeld, unsere Gesellschaft, unser Land.

Aber wir können nicht über einen längeren Zeitraum so leben, als ob es keinen Feind und keinen Kampf geben würde. Wir können nicht den Kopf in den Sand stecken. Wenn wir dies tun, so hat der teufel schon gewonnen. Jeder Apostel, jeder Nachfolger Jesu hat ein Leben im Kampf gelebt – wie kommen wir eigentlich auf den Gedanken, dass dies für uns heute nicht mehr gelten sollte? Jeder geistlichen Aufbruch, jede Erweckung, jede Reformation wurde sofort erbittert bekämpft. Jeder Mensch, der ein Leben mit Jesus Christus beginnt, tritt aufs Schlachtfeld der geistlichen Welt. Er tritt in den Kampf, und es ist völlig unerheblich, ob uns dies gefällt oder nicht.

Vor Jahren habe ich einmal ein Statement von Bill Hybels gelesen, das ich beachtenswert fand. Er sagte, dass er unruhig werden würde, wenn er etwa einen Monat lang keinen massiven Stress von irgendeiner Seite bekommen würde, keine Anfechtungen, Verleumdungen, Infragstellungen usw. Dies wäre für ihn ein Alarmzeichen. Wenn keine Attacken kämen, der Kampf nachlassen würde, so würde er beten: „Herr, sind wir noch auf dem richtigen Kurs?“ Das ist eine Sichtweise, die erkannt hat, dass geistliches Vorankommen immer Kampf bedeutet. Wenn wir nicht mehr attackiert werden, stellen wir für den teufel keine Gefahr mehr dar. Wir sind „harmlos“ geworden, haben jede Schärfe verloren.

Werke, Gemeinden, Familien und einzelne Menschen, bei denen es nur so Probleme und Angriffe zu hageln scheint, sind häufig diejenigen, die geistlich vorwärtsgehen, die vorwärtspreschen, die geistlich gesehen Land einnehmen … und die der Feind aufzuhalten versucht. Er arbeitet sehr konzentriert und setzt seine Angriffe genau dort ein, wo für ihn die größte Gefahr droht.
Viele Christen kennen das aus ihrem eigenen Leben. Kaum tut man was für Gott, schon gibt es die verrücktesten und unerwartesten Probleme. Kaum entscheidet man sich, geistlich vorwärts zu gehen, schon hat man das Gefühl, dass einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Das Fatale bei der Sache ist, dass viele Christen deshalb recht bald aufhören „etwas für Gott zu tun“ und sich aus dem geistlichen Kampf stillschweigend verabschieden.

Doch feindliche Attacken sind in einem gewissen Sinne fast wie ein Kompliment zu sehen. Wer attackiert wird, der stellt für den Feind eine Bedrohung dar, der wird von Gott gebraucht, der „nimmt Land ein“. Das ist für Christen aus Ländern, in denen Verfolgung herrscht, völlig offensichtlich. Sie wissen es, weil es ihnen täglich vor Augen steht. Vom widergöttlichen System werden die Personen am stärksten bekämpft, die geistlich am klarsten vorangehen. Wer mit dem System kooperiert, der lebt in relativem Frieden. Aber wer für das Reich Gottes kämpft, der lebt gefährlich. Und je entschlossener er vorangeht, desto schärfer wird er verfolgt.

Doch dies gilt nicht nur für Christen in Ländern mit Verfolgung – es gilt genauso für uns, nur dass der Kampf bei uns, in unserer neuheidnischen Gesellschaft, etwas „verdeckter“ erfolgt. Aber gerade das macht ihn umso heimtückischer und hinterhältiger.

Wer im geistlichen Sieg leben will, geistliches Land einnehmen will, steht automatisch im Kampf. Diesen Kampf kann man nicht durch geistliche Kapitulation, durch geistliches Desertieren oder durch geistlichen Pazifismus gewinnen. Und erst recht nicht durch Flucht. Nur durch eines: durch Kämpfen. Und es ist es wert zu kämpfen. Es ist es wert, für uns, unsere Kinder, unsere Familie, unsere Freunde, unsere Bekannten, unsere Arbeitskollegen … für unser Land.

Du siegst nicht dadurch, dass du zu Gott sagst: „Tu etwas! Kämpfe für mich!“. Gott hat in seinem „Handbuch für geistliche Kämpfe“, auch Bibel genannt, sehr präzise und genaue Anordnungen gegeben, wie wir uns im Kampf zu verhalten haben. Wir siegen nur, indem wir die Regeln des Kampfes befolgen. Und wenn in der heiligen Schrift von „kämpfen“ die Rede ist, dann meint sie tatsächlich, dass wir kämpfen sollen.

Deshalb lasst nun auch uns… jede Bürde und die uns so leicht umstrickende Sünde ablegen und mit Ausdauer laufen den vor uns liegenden Wettlauf, indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens…. Denn betrachtet den, der so großen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht ermüdet und in euren Seelen ermattet! Ihr habt im Kampf gegen die Sünde noch nicht bis aufs Blut widerstanden.
Hebräer 12,1-4

Wenn wir nicht kämpfen, werden wir auch nicht im Sieg leben können. Wir befinden uns automatisch in der Niederlage. Wir haben den Kampf aufzunehmen.
Wenn das Volk Israel im Alten Testament in Bedrohung war, betete man zu Gott und erflehte seine Hilfe. Dann zogen sie in den Kampf und schlugen den Feind. Anschließend lobten sie Gott und erklärten: Der Herr hat die Feinde besiegt, ihm gehört Lob und Ehre!
Ganz genauso ist es bis heute. Schau auf Jesus und kämpfe den Kampf, der dir als Kind Gottes verordnet ist.

Sag Ja dazu, dass Gott dich gebrauchen will und du wirst sehen, dass er dich tatsächlich gebraucht, um sein Reich zu bauen und die Macht der Finsternis zurückzuschlagen. Ergreife das Schwert des Wortes Gottes und geh in den Kampf.
Es lohnt sich.

Gehe an gegen Mangel, Depression, Selbstmitleid, Armut, Krankheit, Schmerzen, Gebrechen, Unfreiheit, Sucht, Uneffektivität, Niederlage, Beziehungsprobleme, Bedrängnis, Mutlosigkeit, Gedanken des Aufgebens, des Selbstmordes, der Sinnlosigkeit oder wie dein persönliches Schlachtfeld auch immer heißen mag.

Steh auf! Bleib nicht liegen. Ergreife wieder deine geistlichen Waffen. Gott hat sie dir nicht gegeben, damit sie nutzlos auf dem Boden liegen, während um dich herum der Kampf tobt.

Wenn du als Christ lebst, wirst du dein Leben lang im Kampf stehen. Der Kampf wird nicht aufhören, bis du eines Tages nach Hause, in Gottes Gegenwart kommen wirst. Was sagte Paulus am Ende seines Lebenslaufes?

Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt.
2.Timotheus 4,7

Gebe Gott, dass es auch bei dir und mir so sein wird. Gib nicht auf. Ergreife neu die Waffen, die du hast niedersinken lassen. Rücke deine geistliche Waffenrüstung zurecht, setze den Helm wieder gerade und ergreife Schild und Schwert. Der Kampf, den Gott für dich verordnet hat, wird bis zum Tage deines Todes andauern, denn solange wirst du dich auf dem Schlachtfeld dieser Welt befinden.

Doch das ist keine schlechte, bedrückende Nachricht, sondern es ist eine gute und begeisternde Nachricht. Du darfst (!) kämpfen! Gott gewährt dir die Ehre, dass er durch dich einen geistlichen Kampf führen will. Er will dich gebrauchen, er will mit dir sein Reich, seinen Herrschaftsbereich ausbauen. Er will durch dich dem Feind alles Guten echte Niederlagen zufügen. Du bist nicht errettet und erlöst worden um den Kampf deines Lebens zu verlieren und in geistlicher Niederlage zu leben, sondern wann immer du aufstehst und kämpfst, will Gott, dass du in deinem persönlichen Kampf siegst.

Ja, er will durch dich siegen! Bei jedem Kampf geht es um Sieg! Sieg in allen Bereichen, in denen du zu kämpfen hast.

Deshalb: gehe vorwärts im Gebet, im Festhalten an Gottes Verheißungen, im Proklamieren der göttlichen Wahrheit, im Bekämpfen widergöttlicher, negativer und zersetzender Gedanken (der feurigen Pfeile), die dein Denken zu infiltrieren versuchen. Gehe vorwärts, indem du dich von unguten Dingen trennst, dich „reinigst“, dich mit Gottes Wort füllst. Vielleicht auch, indem du Buße tust, Gott suchst, fastest, eine ungute Beziehung beendest, oder, oder, oder…

Dieses Gebot vertraue ich dir an … damit du durch sie den guten Kampf kämpfst, indem du den Glauben bewahrst und ein gutes Gewissen…
1.Timotheus 1,18-19

Es ist gut zu kämpfen. Es ist ein Wettstreit – und du bist auf der Siegerseite. Es sei denn, du lässt die Waffen sinken und entscheidest dich zum Aufgeben. Doch du kannst aufstehen, kannst die Waffen neu in die Hand nehmen, kannst dich jetzt, in diesem Moment, entscheiden, deinen Kampf wieder aufzunehmen. Wenn Gott mit dir ist, kannst du nicht verlieren. Wenn Gott für dich ist, wer kann gegen dich sein? Der Sieg wartet auf dich. Deshalb:

Kämpfe den guten Kampf des Glaubens…
1.Timotheus 6,12

 

© Sigrid und Martin Baron
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