Teil 9: Die erste Resonanz

Zwei Wochen später kam es in Mühlheim/Ruhr zu einer Pfingstkonferenz mit internationalen Gästen. 2.500 Teilnehmer erhielten Teilnehmerkarten, an den Abendveranstaltungen sprach die Presse von bis zu 10.000 Besuchern. Während dieser Konferenz wurde die Berliner Erklärung verlesen und noch im Laufe der Veranstaltung am 29.9.1909 eine Antwort darauf verfasst, die sog. „Mühlheimer Erklärung“.

8 Monate später, im Mai 1910 kam es auf der „Gemeinschaftskonferenz“ in Gnadau zum eigentlichen Bruch. 16 der geistlichen Leiter sprachen sich bei 4 Enthaltungen gegen jeden Kontakt zu „Pfingstbrüdern“ aus.

Nachdem die einst private Erklärung nun gewissermaßen offiziellen Status erhalten hatte, entwickelte sich eine verblüffende Eigendynamik, die in keiner Relation zum eigentlichen Anlass der Erklärung stand und einen weltweit in dieser Schärfe einmaligen Vorgang auslöste.

Plötzlich stand man als Christ vor der Entscheidung für oder gegen den pfingstlichen Aufbruch sein zu müssen. Ein „Dazwischen“ gab es nicht. Innerhalb kurzer Zeit kam es zu einer Polarisierung im gesamten Leib Christi in Deutschland, binnen weniger Jahre vollzog sich eine völlige Spaltung.

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