Teil 3: Die Situation der Christenheit in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Werfen wir einen Blick auf die „geistliche Landschaft“ in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

In den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts herrschte in den christlichen Kreisen in Deutschland eine erwartungsvolle, „erweckliche“ Atmosphäre. Im ganzen Land gab es missionarische Initiativen, diakonische Werke, effektive Evangelisation und aufblühende Gemeinden. Überall herrschte die Sehnsucht und Erwartung, dass Gott etwas Neues und Großes tun möge. Ab etwa 1875 war Hingabe, Heiligung und das Wirken des Heiligen Geistes das Thema in den sog. „erweckten Kreisen“.

Diese gespannte Erwartungshaltung war auf keine bestimmte Konfession beschränkt, sondern erfasste übergreifend alle lebendigen Bewegungen, Freikirchen und Gemeinden des Leibes Christi in Deutschland. Immer und immer wieder wurde aufgefordert und eingeladen, sich dem Wirken des Heiligen Geistes erwartungsvoll zu öffnen.  Das Thema Geistestaufe beschäftigte die unterschiedlichen christlichen erweckten Gruppierungen außerordentlich.

Allerdings gab es im deutschen Kaiserreich auch die andere, die dunkle Seite geistlichen Lebens. 

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