Teil 10: Die Folgen für die Nation

Durch die Trennung konnte die Gemeinde nun für die Gesellschaft nicht mehr wahres Salz und wahres Licht in geistlicher Einheit sein, denn sie war bis in ihr Inneres zerspalten. Sie verlor ihre Position als aktives geistliches Korrektiv gegen die zerstörerischen Mächte der Finsternis. Der Feind konnte die Christenheit in sich selbst entzweien und damit sozusagen neutralisieren.

Das geistliche Amt für die Nation als König und Priester einzutreten, entglitt der deutschen Christenheit. Sie kämpfte nun nicht mehr (bewusst oder unbewusst) gegen die „Mächte in der Himmelswelt“, gegen die satanischen Ideologien, Philosophien, Kräfte und Entwicklungen, sondern sie bekämpfte sich untereinander. Man schoss nicht mehr auf den Feind, man schoss auf die eigene Armee.

Auch wenn wir es nicht gerne hören und es an unserer Ehre, unserem Ego und vielleicht auch unserer Theologie kratzt:
Seit nunmehr 100 Jahren stagniert die deutsche Christenheit. Die Zahl der Menschen, die von sich behaupten, in einer persönlichen Beziehung zu Jesus Christus zu stehen, entspricht heute nahezu der von 1909, was die absolute Zahl von etwa 1,5 Mio. Menschen betrifft. Seit 100 Jahren wird sozusagen der „Status quo“ erhalten.

Bis zum heutigen Tag hat der Leib Christi in Deutschland kaum Anschluss an die im 20. Jahrhundert in der ganzen Welt aufbrechende dynamische geistliche Entwicklung gefunden.

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