30. November 2011

Zweifelhafter Glaube

Wir sprechen häufig Dinge aus, die in unserem Herzen den Zweifel „füttern“. Jeden Tag begegnen uns Situationen, in denen unser Glaube eine Entscheidung fordert. Vertrauen wir den Verheißungen Gottes, seinem Wort, ihm selbst – oder scheint uns das, was sich da im Natürlichen vor unseren Augen abspielt, vertrauenswürdiger zu sein?

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Die Umstände unseres Lebens zeichnen uns häufig ein Bild, das uns an der Zuverlässigkeit Gottes zweifeln lassen soll. Der feind spart nicht mit seinen abgedroschenen Parolen des Zweifels und seinen Hinweisen, dass die Dinge ja ganz anders sein müssten, als sie es sind, wenn es einen liebenden Gott geben würde.

Ich habe vor einiger Zeit zwei Frauen bei einem Gespräch zugehört. Die eine berichtete der anderen über ihre Krankheit: „Ach weißt du, die habe ich jetzt schon seit Monaten, und die werde ich bestimmt nicht mehr los! Na ja, man gewöhnt sich ja auch daran.“ Die andere antwortete ihr mit Zustimmung: „Ja, bei mir wird es ja auch nicht mehr besser, es wird immer nur noch schlimmer.“

Nicht selten sprechen wir Christen beispielsweise ganz ähnlich:

  • „Ich habe schon so oft gebetet, aber der Herr erhört mich ja nicht.“
  • „Ich habe schon so viel Glauben gehabt, aber jetzt bin ich drauf und dran, ihn aufzugeben.“
  • „Ich glaube nicht mehr daran, dass sich etwas ändern wird.“
  • „Ich würde ja anders leben, wenn der Herr es wollte.“
  • „Ich habe eben keine Kraft.“
  • „Mir antwortet der Herr eben nicht, ich kann ihn einfach nicht hören.“

Wenn du so redest, dann sprichst du den blanken Unglauben über dir aus. Das, was du aussprichst, glaubst du und irgendwann wird es zur Realität in deinem Leben werden. 

Der feind versucht immer Zweifel in dein Herz und dein Denken zu säen. Er möchte nicht, dass du im Glauben wächst und stark wirst. Zweifel ist das Gegenteil von Glauben. Wenn du den Zweifel in dir fütterst, dann wird er dick und fett werden und deinen Glauben irgendwann völlig verdrängen.

Du musst stattdessen den Glauben in dir wachsen lassen. Lies das Wort Gottes, lege es in dein Herz, lass es dort heranreifen und an Kraft zunehmen, sprich es aus, bete es. Und irgendwann wirst du feststellen, dass dein Glaube den Zweifel verdrängt hat.

 

Und [Abraham] zweifelte nicht durch Unglauben an der Verheißung Gottes, sondern wurde gestärkt im Glauben, weil er Gott die Ehre gab. 
Römer 4,20

Er bitte aber im Glauben, ohne irgend zu zweifeln; denn der Zweifler gleicht einer Meereswoge, die vom Wind bewegt und hin und her getrieben wird.  
Jakobus 1,6

Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht allein das mit dem Feigenbaum Geschehene tun, sondern wenn ihr auch zu diesem Berg sagen werdet: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer!, so wird es geschehen.  
Matthäus 21,21

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